31/07/2026 21:15 - Actualidad
Am 31. Juli 2026 bestätigten die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und die nationale US-Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA), dass sich das El-Niño-Phänomen im westlichen Pazifik schnell intensiviert. Für Argentinien bedeutet dies nicht nur die Herausforderung außergewöhnlicher Regenfälle, sondern auch eine wertvolle Möglichkeit, historische Dürren zu lindern und Risiken durch frühzeitiges Handeln zu minimieren.
Celeste Saulo, Generalsekretärin der WMO, betonte, dass diese Entwicklung Regierungen und Gemeinschaften die Chance gibt, zu handeln, bevor sich die Auswirkungen manifestieren. Besonders für die Region Cuyo (die westlichen Provinzen Mendoza, San Juan und Umgebung) könnte dieses Phänomen die lang ersehnte Linderung einer Dürre bringen, die bereits mehr als 15 Jahre andauert.
Argentinien erstreckt sich über ein riesiges Gebiet, und die Auswirkungen variieren je nach Region erheblich:
Litoral und Cuenca del Plata (Flussbecken des Río de la Plata): In den nordöstlichen Provinzen (wie Misiones, Corrientes, Entre Ríos) steigen die Wahrscheinlichkeiten für reichliche Niederschläge, mit möglichen Pegelständen an den großen Flüssen Paraná, Uruguay und Iguazú.
Cuyo: Mögliche Linderung der jahrzehntelangen Dürre, abhängig von der winterlichen Intensität.
Patagonien: Im Süden des Landes werden extreme Temperaturen projiziert, mit Höchstwerten, die 42 °C bis 45 °C in den Provinzen Neuquén, dem Norden von Río Negro und dem Osten von Chubut erreichen könnten.
Der Nationale Wetterdienst warnt vor einer Linie starker bis schwerer Stürme, die zwischen den Städten Mar del Plata und Santa Rosa beginnt und sich nach Nordosten verlagert. Über dem Nordosten der Provinz Buenos Aires, Santa Fe und Entre Ríos werden Niederschlagsmengen von 30 bis 75 mm in wenigen Stunden erwartet. Dies ist eine Erleichterung für die landwirtschaftliche Kernzone, obwohl aufgrund möglichen Hagels und starker Böen Vorsicht geboten ist.
Mit einem proaktiven Ansatz hat die argentinische Regierung den Föderalen Koordinationsplan ENSO 2026/2027 ins Leben gerufen, der von der Bundesagentur für Notfälle (Agencia Federal de Emergencias - AFE) geleitet wird. Dieses programmübergreifende Programm priorisiert die Prävention extremer Stürme in den Provinzen Misiones, Corrientes, Santa Fe, Entre Ríos und Buenos Aires und zeigt, dass Antizipation das beste Werkzeug zum Schutz der Gemeinschaften ist.
Quellen: La Nación, LM Neuquén, La Brújula 24, La Nueva, Agrofy
Alfredo S. Quiroga