Der argentinische Traditionsklub River Plate steckt tief in der Krise. In der 4. Runde des Torneo Clausura unterlag das Team von Trainer Eduardo Coudet auswärts mit 0:1 gegen Tigre. Ein folgenschwerer Fehler von Aníbal Moreno führte zur sechsten Niederlage in Folge – River ist das einzige Team ohne Torerfolg im Turnier.

River Plate im freien Fall: Die Krise verschärft sich nach Niederlage gegen Tigre

Die Mannschaft von Eduardo Coudet findet einfach nicht zurück in die Erfolgsspur. In einem Spiel der 4. Runde des Torneo Clausura 2026 (Gruppe B) setzte sich der „Matador“ Tigre mit 1:0 durch – ausgelöst durch einen schweren Fehler von Mittelfeldspieler Aníbal Moreno.

Der entscheidende Moment des Spiels

Die Partie war lange ausgeglichen, ohne große Torchancen – bis zur 78. Minute. Aníbal Moreno wollte im Mittelfeld drehen, wurde aber von Jabes Saralegui überrascht und unter Druck gesetzt. Der Stürmer spitzelte den Ball zu Ignacio „Nacho“ Russo, der Lucas Martínez Quarta aussteigen ließ und mit einem feinen Heber über Torhüter Santiago Beltrán traf.

Für Russo war es bereits das dritte Tor gegen River im Jahr 2026 (zwei davon im Apertura). Insgesamt kommt er in dieser Saison auf 9 Tore in 30 Spielen.

Die harte Analyse: Noten für River Plate

Die Leistung des Teams wurde von den Medien kritisch bewertet. Laut TyC Sports war Aníbal Moreno mit der Note 2 der schwächste Spieler, während Tobías Andrada mit einer 6 noch der Beste war.

SpielerNoteKommentar
Tobías Andrada6Bester bei River, gut im Mittelfeld positioniert, suchte Kombinationen.
Nicolás Otamendi6Harte Arbeit, deckte die Fehler seines Abwehrpartners.
Francisco Ortega6Gutes Debüt, aufmerksam bei Offensivläufen.
Santiago Beltrán5Kaum geprüft, aber beim einzigen Schuss in der zweiten Halbzeit geschlagen.
Aníbal Moreno2Desaster unter Druck, schenkte Tigre den Sieg.
Tomás Galván3Unverständliche Startelf-Nominierung, blieb blass.
Eduardo Coudet3Desaströse Spielplanung, Team hat sich ans Verlieren gewöhnt.

Otamendis Kritik und die Zukunft von Coudet

Nach dem Spiel zeigte sich Nicolás Otamendi sehr verärgert über Schiedsrichter Andrés Gariano, der in der 35. Minute einen klaren Elfmeter nach Foul an Ángel Correa nicht gab. „Die gehören nicht in diesen Wettbewerb“, polterte der Verteidiger.

Die Lage von River ist alarmierend: Das Team ist das einzige im Torneo Clausura, das in vier Runden keinen Punkt und kein Tor geholt hat. Dazu kommen sechs Pflichtspiel-Niederlagen in Folge – der letzte Sieg in der Liga datiert vom 16. Mai. Tigre kletterte derweil mit 7 Punkten auf Platz 3 der Gruppe B und fokussiert sich nun auf das Copa-Sudamericana-Spiel gegen Montevideo City Torque.

Quellen: Infobae und TyC Sports