Ein Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte Kolumbien am 10. August 2026 und forderte mindestens 20 Todesopfer sowie Verletzte in Pereira und Manizales. Präsident De la Espriella leitet die Rettungsaktion und versichert, dass der Staat präsent ist. Bogotá und Cali melden vorsorgliche Evakuierungen und geringe Schäden.

Ein starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien: Solidarität und schnelle Reaktion

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 nach Angaben des US Geological Survey (6,6 nach kolumbianischen Angaben) wurde am Montag, dem 10. August 2026, um 7:34 Uhr Ortszeit registriert. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó, in etwa 100 km Tiefe. Die Behörden bestätigten mindestens 20 Todesopfer und Verletzte, arbeiten jedoch aktiv an der Rettung und Eindämmung des Notfalls.

Betroffene Gebiete und gemeldete Schäden

  • Quibdó (Chocó): Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba meldete Verletzte und schwere Schäden an Gebäuden und zeigte sich besorgt über Nachbeben.
  • Pereira: Es wurden 18 Todesopfer gemeldet. Zudem löste sich ein Teil des Dachs des internationalen Flughafens Matecaña in einem Transitbereich.
  • Manizales: Der Bürgermeister bestätigte 2 Todesopfer und Schäden an mehreren Gebäuden.
  • Bogotá: Starke Erschütterungen und vorsorgliche Evakuierungen. Bürgermeister Carlos Galán meldete nur oberflächliche Risse.
  • Medellín: Die Metro stellte den Dienst auf Linien und Metrocables zur Infrastrukturprüfung ein.
  • Cali: Bürgermeister Alejandro Eder überwacht schwere Schäden mit Drohnen.

Regierungsreaktion und Hoffnung

Der kolumbianische Präsident Abelardo De La Espriella, der sein Amt am Freitag antrat, übernahm die direkte Leitung des Notfalls. Er ordnete die Einrichtung eines einheitlichen Führungsstabs an und wird nach Pereira reisen, um die Betroffenen zu begleiten.

„Ihr seid nicht allein. Der Staat ist präsent und handelt.“

Die Katastrophenschutzbehörde schloss eine Tsunami-Warnung aus und gab damit Entwarnung für die Küstengebiete, während der israelische Außenminister dem Land Hilfe anbot.