Die Zentralbank Argentiniens (BCRA) hat am 20. August 2026 eine dringende Warnung veröffentlicht: Betrüger erstellen gefälschte Profile in sozialen Netzwerken, die offiziellen Banken oder digitalen Geldbörsen ähneln. Nutzer sollten vor jeder Interaktion die Echtheit der Konten prüfen, um Datenmissbrauch zu vermeiden.

Die Banco Central de la República Argentina (BCRA) – die Zentralbank Argentiniens – hat am Donnerstag, den 20. August 2026, über ihren offiziellen X-Account (ehemals Twitter) eine Warnung veröffentlicht. Darin wird auf die zunehmende Verbreitung von gefälschten Profilen in sozialen Medien hingewiesen, die vorgeben, offizielle Kanäle der Zentralbank, von Banken oder digitalen Geldbörsen zu sein.

In der Mitteilung ruft die BCRA die Nutzer dazu auf, sich vor der Interaktion mit einem Konto, das wie das der Zentralbank, einer Bank oder einer digitalen Geldbörse aussieht, einige Minuten Zeit zu nehmen. Die Betrüger kopieren oft Logos, Namen, Profilbilder und sogar aktuelle Beiträge, um die Konten authentisch wirken zu lassen.

Wie gehen die Betrüger vor?

Die verwendete Methode ist bekannt als Identitätsdiebstahl oder Phishing. Die Angreifer erstellen Profile auf Plattformen wie X, Instagram, Facebook oder TikTok, die täuschend echt aussehen. Von diesen falschen Konten aus senden sie dann Direktnachrichten, in denen sie angebliche Vorteile, Sicherheitswarnungen oder Aufforderungen zur Preisgabe persönlicher Daten wie Passwörter, Kartennummern oder Verifizierungscodes anbieten.

Die BCRA betont, dass sie niemals sensible Daten über soziale Medien anfordert und auch keine Überweisungen oder Zahlungen über solche Kanäle verlangt. Im Zweifelsfall solle man immer das offizielle Konto überprüfen, die Anzahl der Follower, das Erstellungsdatum und den Beitragsverlauf ansehen. Bei Verdacht sollte das Profil gemeldet und nicht geantwortet werden.

Wichtige Schutzmaßnahmen im Überblick

  • URL und Benutzernamen prüfen: Offizielle Profile besitzen in der Regel ein Verifizierungszeichen (blaues Häkchen) und exakte Webadressen.
  • Nicht auf verdächtige Links klicken: Wenn eine Nachricht zum Öffnen eines Links auffordert, ist es sicherer, die Adresse direkt im Browser einzugeben.
  • Passwörter und Codes niemals teilen: Keine seriöse Einrichtung fragt per privater Nachricht danach.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren für alle Bankkonten und digitalen Geldbörsen.
  • Melden: Wenn Sie ein falsches Konto entdecken, melden Sie es der jeweiligen Plattform und zusätzlich der BCRA über deren offizielle Website.

Diese Art von Betrug hat in Argentinien in den letzten Monaten zugenommen und betrifft sowohl Nutzer traditioneller Banken als auch digitaler Dienste wie Mercado Pago, Ualá oder Naranja X. Die BCRA erinnert daran, dass Prävention der beste Schutz ist: Man sollte stets misstrauisch sein bei Angeboten, die zu gut klingen, oder bei dringenden Nachrichten, die persönliche Daten verlangen.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der BCRA: www.bcra.gob.ar oder über deren verifizierte Social-Media-Kanäle.