Am 21. August 2026 veröffentlichte die argentinische Regierungsbehörde „Oficina de Respuesta Oficial“ einen Bericht, der einen historischen Meilenstein in der Sicherheitspolitik darstellt. Die Daten zeigen eine spürbare Verbesserung der Sicherheitslage im südamerikanischen Land.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 738 vorsätzliche Tötungsdelikte registriert. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum im Jahr 2025 waren es noch 822 Fälle, im Jahr 2023 sogar 1.035. Das entspricht einem Rückgang von 41 Prozent innerhalb von zweieinhalb Jahren.
Die Mordrate pro 100.000 Einwohner liegt damit bei 3,6 – der niedrigste Wert, der jemals in Argentinien gemessen wurde. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das mehr Sicherheit und ein wachsendes Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit.
Was ist ein vorsätzliches Tötungsdelikt?
Ein Tötungsdelikt ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen, also Mord oder Totschlag. Es unterscheidet sich von der fahrlässigen Tötung, etwa bei Unfällen. In der Kriminologie gilt diese Zahl als wichtigster Indikator für die Gewaltkriminalität eines Landes.
Warum ist die Rate pro Einwohner wichtig?
Die Rate pro 100.000 Einwohner setzt die Tatfälle in Bezug zur Bevölkerungsgröße. So werden Länder mit unterschiedlichen Einwohnerzahlen vergleichbar. Ein Rückgang zeigt also eine echte Verbesserung, nicht nur statistische Schwankungen.
Entwicklung der Tötungsdelikte im Halbjahr
| Jahr | Tötungsdelikte | Veränderung |
|---|---|---|
| 2023 | 1.035 | – |
| 2025 | 822 | −20,6 % gegenüber 2023 |
| 2026 | 738 | −10,2 % gegenüber 2025 |
Die Verfasser des Berichts nennen keine konkreten Gründe für diesen Rückgang. Fachleute vermuten, dass bessere Polizeiarbeit, Präventionsprogramme und eine strengere Justiz zur Verringerung beigetragen haben. Insbesondere im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern ist Argentinien damit ein positives Beispiel in der Region.
Quelle: Oficina de Respuesta Oficial, veröffentlicht am 21.08.2026. Die Informationen stammen ausschließlich von offiziellen Regierungsangaben.