Bedrohung für das Paradies
Die Sicherheit der Inseln ist durch die schnelle Entwicklung des Tropensturms Nolo (zuvor Tropische Depression 15-E) gefährdet. Laut aktuellen Berichten bewegte sich das System bis zum Mittwoch, den 23. September, nach West-Nordwesten.
Meteorologische Modelle deuten jedoch auf eine abrupte Richtungsänderung nach Norden am Donnerstag hin. Dies würde bedeuten, dass Big Island (die größte Insel des Archipels) direkt in der Flugbahn des Sturms läge. Das Risiko wird als extrem eingestuft, da Nolo zwischen Freitag und Samstag die Stärke eines schweren Hurrikans (Kategorie 3) erreichen könnte, mit anhaltenden Winden von bis zu 115 mph (ca. 185 km/h).
Wichtige Definition: Was ist El Niño?
Das in der Nachricht erwähnte El-Niño-Phänomen beschreibt die ungewöhnliche Erwärmung des Oberflächenwassers im zentralen und östlichen tropischen Pazifik. Für Hawaii bedeutet dies oft eine Veränderung der Luftströmungen, die die Bildung intensiverer und häufigerer zyklonaler Systeme begünstigt, was die aktuelle Situation verschärft.
Die Gefahr der Niederschläge
Besonders besorgniserregend sind die prognostizierten Regenmengen. In einigen Gebieten von Big Island könnten die Niederschläge bis zu 35 Zoll (ca. 890 mm) erreichen. In Kombination mit den bereits wassergesättigten Böden nach dem früheren Hurrikan Lala steigt die Gefahr von katastrophalen Erdrutschen und Überschwemmungen massiv an.
Regionaler Kontext im Pazifik
| Sturm | Kategorie / Stärke | Status / Auswirkung |
|---|---|---|
| Nolo | Potenzielle Kat. 3 | Bedroht Hawaii (Big Island) |
| Polo | Kategorie 5 | Zweitstärkster Sturm des Ost-Pazifiks, zog an Mexiko vorbei |
| Odalys | Kategorie 1 | Aktiv im offenen Pazifik |
Während der Pazifik eine hyperaktive Saison erlebt, bleibt das Atlantikbecken ungewöhnlich ruhig, was auf eine tiefe globale klimatische Asymmetrie hinweist.
Ausblick und humanitäre Risiken
- Risiko Es wird befürchtet, dass die Kombination aus den Überresten von Lala und den neuen Regenfällen von Nolo zu massiven Erdrutschen führt, was die Zahl der Betroffenen auf Big Island erhöhen könnte.
- Kalifornien Die Energie des Hurrikans Polo könnte in den kommenden Tagen zu gefährlichem Wellengang und starker Küstenerosion in Südkalifornien führen.
- Trend Es ist denkbar, dass El Niño die Sturmsaison über die üblichen Zeitgrenzen hinaus verlängert, was eine Überprüfung der Notfallprotokolle im zentralen Pazifik erforderlich machen würde.
Quelle: KHON2 Weather