Ein erschütternder Fall aus den Pyrenäen erreicht eine neue Wendung. Belén López Granados wurde vom Gericht in Vielha wegen des Verdachts auf Totschlag an ihrem Partner, dem Architekten Josep Juanpere, angeklagt. Nach einer detaillierten Untersuchung wurde die Theorie eines natürlichen Todes verworfen, was zur Festnahme der Frau in Madrid und einer hohen Kautionszahlung führte.

Justizentscheidung im Fall Josep Juanpere

Die spanische Justiz hat eine weitreichende Entscheidung getroffen.

Die Telekommunikationsexpertin und Juristin Belén López Granados wurde offiziell wegen des Totschlags ihres Partners, des Architekten Josep Juanpere, angeklagt. Das Gericht von Vielha erließ die entsprechende Entscheidung am 26. September 2026. Die Festnahme erfolgte in Madrid durch eine gemeinsame Operation der Mossos d'Esquadra (der katalanischen Polizei) und der Nationalpolizei.

Die Beschuldigte befindet sich derzeit in vorläufiger Freiheit, nachdem eine Kaution in Höhe von 80.000 Euro hinterlegt wurde. Um eine Flucht aus dem Land zu verhindern, wurde ihr Reisepass eingezogen und ein striktes Ausreiseverbot für spanisches Territorium verhängt.

Rekonstruktion der Ereignisse

Der Fall begann am 26. Dezember 2025 in Baqueira, einem exklusiven Skiort in den Pyrenäen. Ursprünglich wurde der Tod von Juanpere als Herzstillstand eingestuft. Doch die Wahrheit kam durch eine Obduktion ans Licht:

Datum Ereignis Detail
24. Dez. 2025 Krankenhausaufenthalt Einlieferung ins Hospital Comarcal Val d'Aran wegen Magenbeschwerden.
26. Dez. 2025 Todesfall Tod in der gemeinsamen Residenz in Baqueira.
Sept. 2026 Wendung im Fall Festnahme von Belén López Granados in Madrid.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf einen Tee-Aufguss, den die Beschuldigte ihrem Partner zur Linderung der Magenprobleme verabreicht haben soll. Die Obduktion ergab, dass die Herzschädigung eine Folge einer Intoxikation (Vergiftung) war.

Entscheidende Beweise

Zeugenaussage: Der Neffe des Opfers, Álex, fand den Körper bereits starr vor. Er bemerkte, dass Belén zwar behauptete, Reanimationsmaßnahmen durchzuführen, aber zuvor nicht den Notruf 112 gewählt hatte.

Digitale Forensik: Die DIC (Division de Investigación Criminal) fand auf den Mobiltelefonen Nachrichten, die die Beschuldigte versendete, während das Opfer sich bereits in einem kritischen Zustand befand.


Rechtlicher Hinweis: Das Verfahren unterliegt derzeit der Geheimhaltung (Secreto de Sumario).

Wie geht es weiter?

Die Ermittler arbeiten nun mit Hochdruck daran, die exakte toxische Substanz zu identifizieren. Sollte eine Vorsätzlichkeit oder Heimtücke nachgewiesen werden, könnte die Anklage von Totschlag auf Mord hochgestuft werden. Es wären weitere toxikologische Gutachten und die Bestätigung der Zeugenaussage des Neffen notwendig, um die Anklage zu festigen.

Quelle: Informationen basierend auf den Unterlagen des Gerichts von Vielha.