Die Formel 1 ist bekannt für spektakuläre Fahrerwechsel, und die Geschichte von Liam Lawson ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein Pilot innerhalb weniger Saisons aufsteigen, fallen und wieder aufsteigen kann. Ein aktueller Tweet des Fachportals Formula Racers vom 19. August 2026 zeigt die komplette Chronologie seiner Zeit in der Königsklasse – ein Muster aus Höhen und Tiefen, das ihn zwischen dem Hauptteam und dessen Juniorteam hin- und herpendeln ließ.
Lawson, geboren 2002 in Neuseeland, gab sein F1-Debüt 2023 bei AlphaTauri (dem Vorgängerteam von VCARB), doch sein Sitz war nicht von Dauer. 2024 wurde er zunächst Test- und Ersatzfahrer, kehrte aber bald ins Cockpit zurück – nun beim umbenannten Team VCARB. Die Saison 2025 brachte die große Chance: Lawson wurde zu Red Bull Racing befördert, dem Weltmeisterteam. Doch schon zur Saisonmitte folgte der Rückversetzung zu VCARB. 2026 wiederholt sich das Muster: Start bei VCARB, Aufstieg zu Red Bull zum Saisonende.
Ein Wechselspiel mit System
Die von Formula Racers veröffentlichte Übersicht ist eindeutig:
| Jahr | Team |
|---|---|
| 2023 | AlphaTauri |
| 2024 | Ersatzfahrer |
| 2024 | VCARB |
| 2025 | Red Bull |
| 2025 | VCARB |
| 2026 | VCARB |
| 2026 | Red Bull |
Dieses ständige Hin und Her ist Teil der Strategie von Red Bull, Talente zwischen den beiden Teams rotieren zu lassen und ihre Leistungsfähigkeit zu testen. Lawson hat sich dabei als flexibles Multitalent erwiesen, das sowohl die Rolle des Reservisten als auch die des Stammfahrers ausfüllen kann. Sein Fall erinnert an andere Talente wie Alex Albon oder Pierre Gasly, die ebenfalls den Druck des Aufstiegs und die Enttäuschung der Rückstufung erlebten.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Information stammt zwar aus einem Tweet und nicht aus einer offiziellen Teammitteilung, doch die Chronologie deckt sich mit den öffentlich bekannten Entwicklungen. Dass Lawson 2026 erneut zu Red Bull aufstieg, deutet darauf hin, dass seine Leistungen bei VCARB überzeugend genug waren, um eine weitere Chance im A-Team zu rechtfertigen. Angesichts des immer dichteren Rennkalenders und der etablierten Stammfahrer wie Max Verstappen – dessen Teamkollege Sergio Pérez immer wieder mit Wechselgerüchten konfrontiert ist – bringt Lawsons Anwesenheit zusätzliche interne Konkurrenz ins Spiel.
Für deutsche Fans, die jeden Grand Prix mit Spannung verfolgen, ist Lawsons Geschichte eine Erinnerung daran, dass in der Formel 1 Geduld und Widerstandsfähigkeit genauso wichtig sind wie reine Geschwindigkeit. Ob sich der Neuseeländer nun endgültig bei Red Bull etablieren kann oder ob das Schicksal eine weitere Wendung bereithält, bleibt abzuwarten – die Formel 1 wäre nicht die Formel 1, wenn nicht ständig Überraschungen passieren würden.
Quelle: Formula Racers (Twitter), 19. August 2026.