In der Transfer-Saga um Julián Álvarez stellt sich der CEO von Atlético Madrid klar hinter den Argentinier. Miguel Ángel Gil Marín betont, dass der Stürmer unverkäuflich ist, und übt scharfe Kritik an dessen Umfeld. Die Fans reagieren mit Protesten – und Trainer Simeone versucht zu deeskalieren.

Kein Verkauf: Atlético stellt sich quer

Miguel Ángel Gil Marín, der Geschäftsführer von Atlético Madrid, hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur EFE klargestellt, dass Julián Álvarez nicht abgegeben wird. „Wir werden Julián helfen und weiter auf ihn aufpassen, damit er sein volles Potenzial entfalten kann – denn wir brauchen ihn, um mit Europas Spitzenklubs zu konkurrieren“, so der 63-Jährige.

Gleichzeitig richtete er deutliche Worte an das Umfeld des argentinischen Nationalspielers: „Wir müssen verstehen, dass Julián in den letzten Monaten nicht die besten Berater für seine Karriere hatte.“ Damit spielte er auf die öffentliche Transferforderung des Spielers während der WM 2026 an.

Interesse von Barça und Real – aber keine Chance

Seit Wochen versuchen Barcelona und Real Madrid, den 26-jährigen Stürmer aus Córdoba zu verpflichten. Beide Klubs scheiterten mit ihren Offerten. Atlético lehnte ab und verwies auf die Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro. Gil Marín reagierte gereizt: „Wir können nicht zulassen, dass andere Klubs und ihre medialen Verbündeten entscheiden, was wir zu tun haben, unsere sportliche Strategie bestimmen und uns respektlos behandeln.“

Laut der spanischen Sportzeitung Marca hat Álvarez dem Verein bereits am 25. Mai mitgeteilt, dass er unbedingt zum FC Barcelona wechseln möchte. Ein Angebot des FC Arsenal lehnte der Angreifer ab – er will ausschließlich zum katalanischen Klub. Barça bot angeblich 90 Millionen Euro, Real Madrid sogar 150 Millionen – beide wurden abgewiesen.

Fan-Proteste und Simeones Vermittlung

Die Stimmung in Madrid ist angespannt. In der Ciudad Deportiva von Majadahonda tauchten Banner mit Aufschriften wie „Julián raus“ und eine durchgestrichene Nummer 19 auf. Beim Saisonauftakt wurde der Stürmer nicht einmal in den Kader berufen und von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Trainer Diego Simeone versucht, die Wogen zu glätten: „Ich denke, wenn der Vereinsbesitzer so spricht, gibt es nichts mehr zu diskutieren. Es ist wie vor Gericht – die Aussage ist eindeutig. Sportlich wollen wir den Menschen schützen, damit er seinen guten Namen weiter trägt.“

Vertrag und Ausblick

Álvarez besitzt bei Atlético noch einen Vertrag bis Juni 2030. Das Transferfenster schließt am 1. September – bis dahin kann sich die Geschichte noch weiterziehen. Derzeit trainiert der Argentinier normal mit der Mannschaft und könnte am Sonntag, den 23. August, im Spiel gegen Villarreal wieder im Kader stehen (2. Spieltag der La Liga).

Die Lage ist für alle Beteiligten unangenehm: Der Spieler verliert an Marktwert, der Verein hat internen Ärger, und Simeone steht zwischen den Fronten. Doch Verträge sind Verträge – und Atlético scheint nicht gewillt, seinen Star ziehen zu lassen.