Im Metropolitano-Stadion gab es keine magischen Momente für die Königlichen. Atlético Madrid setzte sich in einem hochemotionalen Derby mit 2:1 gegen Real Madrid durch. Mit einem frühen Platzverweis, einem Elfmeter und einer ekstatischen Fangemeinde bewies das Team von Diego Simeone seine Dominanz. Ein herber Schlag für José Mourinho bei seiner Rückkehr in das Madrider Stadtderby.

Metropolitano: Die rote Hölle für die Weißen

Der 20. September wird als ein Tag in Erinnerung bleiben, an dem die Spannung im Stadion förmlich greifbar war. In einem Spiel voller Kontroversen und Leidenschaft besiegte Atlético Madrid den großen Rivalen Real Madrid mit 2:1.

Kontext für Neueinsteiger: Das sogenannte Derbi Madrileño ist eines der hitzigsten Stadtderbys der Welt. Während Real Madrid oft als der globale Gigant gilt, steht Atlético für den Kampfgeist und die Leidenschaft der Arbeiterklasse Madrids.

Besonderes Highlight: Dies war das erste Derby für José Mourinho nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank von Real Madrid – und der Start verlief für den Portugiesen alles andere als ideal.

Chronik des Chaos

Die Partie begann zäh, doch dann kam es zu einem folgenschweren Fehler. Der Verteidiger Dean Huijsen verursachte einen Elfmeter, der ihn nicht nur ein Gegentor, sondern auch die direkte Rote Karte kostete. Mit chirurgischer Präzision verwandelte Álex Grimaldo den Strafstoß zum 1:0.

Atlético, das das Spiel kontrollierte, erhöhte durch den kanadischen Stürmer Jonathan David, der erneut bewies, dass er eine tödliche Waffe im Angriff ist. Real Madrid, nun in Unterzahl und mit einer passiven Spielweise, konnte zwar durch einen Kopfball von Antonio Rüdiger noch einen Treffer erzielen, doch der Aufstand gelang nicht mehr.

Ein großes Fragezeichen blieb der Weltstar Kylian Mbappé. Der Franzose wirkte fast wie ein Geist auf dem Platz und fand keinen Weg durch die kompakte Abwehr der "Colchoneros" (so wird Atlético wegen der traditionellen Matratzen-Werbung ihres Gründers genannt).

Endstand

Atlético 2
Real Madrid 1

Torschützen: Grimaldo, J. David / Rüdiger

VAR-Drama und der "Mourinho-Effekt"

Nach dem Abpfiff wurde die Pressekonferenz zum Schlachtfeld. Der Video-Assistent (VAR) spielte eine entscheidende Rolle, indem er eine Gelbe Karte von Bellingham korrigierte und stattdessen Cristian Romero eine Karte zeigte, während die Rote Karte für Huijsen bestätigt wurde.

Mourinho, bekannt für seine provokante Art, kritisierte die Schiedsrichter scharf und behauptete, Spieler wie Lee Kang-in und Romero hätten viel früher den Platz verlassen müssen. Die Stimmung war so aufgeheizt, dass sogar ein Assistent von Real Madrid und der Torwarttrainer von Atlético zur Halbzeit des Feldes verwiesen wurden.

Weitere Details finden Sie in der Originalquelle bei The Guardian.

Ist dies der Beginn einer Krise für Mourinhos Real Madrid oder nur ein schlechter Tag im Metropolitano?