Die argentinische Gesundheitsaufsicht (Superintendencia de Servicios de Salud) hat 18 Anbieter von Krankenzusatzversicherungen (Medicina Prepaga) und Mutuale aus dem nationalen Register gestrichen. Grund sind unregelmäßigkeiten. Insgesamt sind damit seit dem Amtsantritt von Javier Milei über 180 Anbieter ausgeschlossen. Die Maßnahme betrifft keine aktiven Versicherten – nur Firmen ohne Mitglieder oder mangels Unterlagen.

Krankenkassen im Visier: 18 Anbieter verlieren ihre Zulassung

Die Gesundheitsaufsicht Argentiniens (Superintendencia de Servicios de Salud, SSS) hat am 20. August 2026 entschieden, 18 Unternehmen der privaten Krankenversicherung, Mutual und Genossenschaften aus dem Nationalen Register für private Krankenversicherungen (RNEMP) zu streichen. Dies ist Teil einer Überprüfungs- und Bereinigungsoffensive der Regierung unter Javier Millet zur “Schaffung klarer Regeln für die Anbieter und größerer Sicherheit für die Versicherten”.

Seit Beginn der Mikro-Administration wurden nun über 180 Anbieter von dem Register gestrichen. Die betroffenen Firmen führten ein provisorische Registrierung, die nicht verlängert wurde, weil sie die Anforderungen des Gesetzes Nr. 26.682 (regelt die Privaten Krankenversicherungen) nicht erfüllten.

Was die Prüfungen ergaben

Die Behörde stellte fest, dass die betroffenen Einrichtungen entweder keine wirtschaftlichen Aktivitäten in der Branche hatten, keine aktiven Versicherten aufwiesen oder die erforderlichen Unterlagen nicht einreichten. In allen Fällen wurden die Firmen aufgefordert, ihre Situation zu regeln, aber nach Fristablauf erfolgte keine Antwort oder Dokumentation, so die offizielle Resolution. Die SSS veröffentlichte die Entscheidung im Bulletin Official und erklärte die Eintragungen für erloschen. Die betroffenen Unternehmen können innerhalb von 20 Tagen Einspruch einlegen oder innerhalb von 30 Tagen Berufung erheben; auch der Klageweg bleibt offen.

Die 18 Anbieter im Überblick

  • Plan Odontológico Integral S.A. (RNEMP prov. 1-1729-1)
  • Cámara de Tabaco de Misiones (RNEMP 4-1663-2)
  • Armiento S.A. (1-1357-1)
  • Instituto Materno Infantil S.A. (1-1195-7)
  • Sociedad Médica Universitaria S.A. (1-1069-5)
  • Asociación Mutual Intercooperativa (3-1575-5)
  • AMI S.R.L. (1-1402-4)
  • Huinca Salud S.A. (1-1645-7)
  • Cooperativa de Provisión de Obras y Servicios Públicos y de Créditos Cuenca del Salado Ltda. (2-1627-0)
  • Mutual de Ayuda entre Profesionales del Arte de Curar del Sanatorio Garay (3-1673-4)
  • EMPY S.R.L. (1-1353-3)
  • Policlínico Lomas Medicina Prepaga S.A. (1-1291-2)
  • Timely Medical (1-1388-5)
  • Premedikal S.R.L. (1-1373-1)
  • Emergencia S.R.L. (1-1572-0)
  • Seres S.R.L. (1-1579-9)
  • Cooperativa de Electricidad, Servicios Públicos, Vivienda y Crédito de Villa Cañás Ltda. (COEVICAL) (2-1556-7)
  • Cardio S.A. (1-1521-8)

Krise bei der Kinobranchenkasse

Gleichzeitig erklärte die SSS die Sozialwerk der Filmvorführenden (Obra Social de Operadores Cinematográficos, RNAS 1-0460-3) in Krise. Grund sind Verstöße bei den Leistungen, rechtlichen Grundlagen, Buchen und Kundenbetreuung – die Params des Dekrets 1400/2001 werden überschritten. Das Sozialwerk muss einen Sanierungsplan vorlegen und wird von der Aufsichtsbehörde überwacht.

Warum das Register bereinigt wird

Die Maßnahmen sind Teil des laufenden Prozesses. Nur im April 2026 wurden bereits 160 Anbieter gestrichen. Die SSSC betont, dass diese Entfernungen keine aktiven Mitglieder betreffen, da die Firmen keine Versicherten hatten. Das Ziel ist, nur noch voll funktionsfähige und gesetzeskonforme Anbieter zu registrieren. Weitere Details liefern die Quellen: Infobae, La Nación und El Cronista.