Ein Neuanfang in Tandil
Nach Wochen voller Unsicherheit und nachdem sie in der Stadt Paraná (Provinz Entre Ríos) auf der Straße gefunden wurde, lebt Zulma Lobato nun in Tandil. Die 67-jährige Mediastar hat ein neues Kapitel begonnen – unter der Obhut der Influencerin Jair Hourcade, bekannt als La Pepona. Hourcade betreibt eine Seniorenresidenz, in der Lobato aufgenommen wurde, und hat offiziell die Verantwortung für ihre Betreuung übernommen.
Erste Bilder aus der Bergstadt zeigen Lobato beim Bummel durchs Zentrum, beim Abendessen in einem Restaurant und beim Spaziergang mit ihrer neuen Perücke – ein Geschenk ihrer Gastgeberin. „Es ist wunderschön“, schwärmt die Künstlerin. In einer Sprachnachricht, die La Pepona teilte, sagen beide: „Uns geht es sehr gut. Vielen Dank“.
Der Fund in Paraná
Am Mittwoch, 6. August, entdeckten Mitarbeiter des Bereichs „Menschliche Entwicklung“ der Stadt Paraná Lobato auf dem Bürgersteig vor dem Krankenhaus San Martín. Sie war desorientiert und trug nur Müllsäcke mit Kleidung und Medikamenten. „Ich habe mich vier Tage nicht gewaschen und hatte schmutzige Kleidung“, berichtete sie später. Die Behörden brachten sie in eine Übergangseinrichtung, wo sie mit 12 anderen Personen und drei Kindern untergebracht war und von einem Fachteam betreut wurde.
Die Aktivistin Jazmín Salinas, bekannt als La Cuerpo, initiierte die Rückkehr von Lobato nach Buenos Aires. Am Samstag, 15. August, verkündete sie auf Instagram, dass man ihren Aufenthaltsort gefunden habe und den Transport organisiere. Der Transfer erfolgte schließlich am Sonntag, 16. August.
Was wurde aus den 11 Millionen Pesos?
In einem Video, das La Pepona veröffentlichte, erklärte Lobato das Schicksal der 11 Millionen argentinischen Pesos, die bei einer Spendenaktion gesammelt wurden – initiiert von La Cuerpo nach Lobatos Räumung. „Es ist nicht wahr, dass die Pepona sich das Geld genommen hat. Nein, es liegt auf einer Bank, für meine Augenoperation, denn ich bin fast blind“, so Lobato. Das Geld ist als Festgeldkonto auf ihren Namen angelegt, und nur sie kann darauf zugreifen: „Es ist sicher bei einer Bank und niemand kann es anfassen, nur ich, die Kontoinhaberin“.
La Pepona bestätigte: „Die elf Millionen, Leute, hat sie auf ihrer Bank, als Festgeld, bis sie ihre Augen operieren kann. Niemand darf das anfassen – weder der eine noch der andere“. Zudem betonte sie: „Ich habe Zulma nie einen Cent abgenommen“ und sie bitte auch keine Spenden: „Wer Zulma helfen will, kann ihr Dinge bringen, mehr nicht“.
Die Augenoperation ist dringend nötig, denn die Künstlerin leidet unter schweren Folgen eines gewalttätigen Überfalls vor Jahren, der ihre Sehkraft stark beeinträchtigt und ihre Selbstständigkeit eingeschränkt hat.
Versöhnung und Kontroversen
Die Ankunft in Tandil brachte auch eine Versöhnung: Lobato nahm wieder Kontakt zu Lautaro Reyes auf, ihrem Freund und ehemaligen Manager, von dem sie seit Dezember 2025 getrennt war. In einer von La Pepona geteilten Sprachnachricht sendete die Künstlerin ihm einen Gruß, während beide auf dem Weg zu einem Café waren.
Doch die Präsenz in den sozialen Medien rief auch Kritik hervor. Als Nutzer die Darstellung Lobatos in Videos hinterfragten, konterte La Pepona scharf: „Redet keinen Unsinn und kümmert euch um euer Leben, bevor ihr meint, mitreden zu können. Ich bitte euch um nichts – nicht um Essen für Zulma, nicht um Kleidung, nichts. Es geht ihr sehr gut, sie braucht nichts“.
Die Verbindung der beiden ist nicht neu: Bereits im März 2026 organisierte La Pepona einen Auftritt Lobatos in der Pizzeria Pizza Pizzonda in Tandil – ein Bühnencomeback, das ihre Beziehung festigte und sie heute zur wichtigsten Stütze der Mediastar macht.
Wichtige Fakten auf einen Blick
- Funddatum in Paraná: 6. August 2026
- Ankunft in Tandil: 19. August 2026
- Gesammelter Betrag: 11.000.000 argentinische Pesos
- Verwendungszweck: Augenoperation (Geld liegt als Festgeld auf ihrem Namen)
- Alter von Zulma Lobato: 67 Jahre
- Betreuerin: Jair Hourcade (La Pepona)
Quelle: Eigene Recherche und Berichte aus argentinischen Medien. Alle Angaben ohne Gewähr.