DEA ermittelt: Neue Details im Fall Panettiere
Die US-amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde DEA (Drug Enforcement Administration) hat sich dem Team angeschlossen, das den Tod von Hayden Panettiere untersucht – die Schauspielerin aus den Serien Heroes und Nashville wurde am Sonntag, den 16. August, leblos in ihrer Wohnung in Greenville, South Carolina aufgefunden. Nach Informationen der Polizei gegenüber Page Six und TMZ arbeitet die Bundesbehörde nun eng mit dem örtlichen Polizeidepartement und der Gerichtsmedizin des Bezirks zusammen. Im Fokus steht laut den ersten Indizien die Möglichkeit einer Überdosis.
Ein rätselhafter Vorfall in Nashville
Neue Berichte, die von „Page Six“ und „TMZ“ veröffentlicht wurden, werfen ein Licht auf einen Zwischenfall, der sich vor drei Monaten im Mai während einer Reise nach Nashville (Tennessee) ereignet haben soll. Die Schauspielerin besuchte dort die Stadt, um über ihre Autobiografie „This Is Me: A Reckoning“ zu sprechen. Laut einer Quelle aus dem Umfeld der Schauspielerin versuchte sie, über eine App Alkohol und Lachgas (Sauerstoff-Stickstoff, N₂O) in ihr Hotel liefern zu lassen, aber die Verantwortlichen des Hotels blockten den Vorgang ab. „Die Lieferung bestand aus mehreren Dosen mit industriellem Lachgas, die sie sich inhalieren wollte“, sagt der Insider. Auch Alkohol wurde bestellt, doch das Hotel verweigert. Panettiere habe nur 24 Stunden im Hotel verbringen wollen. Ihre langjährige Freundin und Managerin Kasey Kitchen wies diese Darstellung später als „falsch“ zurück: „Sie war kaum in Nashville und hat die meiste Zeit geschlafen. Sie hatte auch private Sicherheitsleute.“
Der Moment des Auffindens
Dem Polizeibericht zufolge war es Zach Hickerson, Bruder von ihrer früheren Partners Brian Hickerson, der die Schauspielerin leblos auf einem Stuhl im Wohnzimmer sitzend entdeckte. Zach wählte die Notrufnummer 911, während Brian – der ebenfalls in der Residenz anwesend war – in einem Schlafzimmer schlief. Sanitäter versuchten über 30 Minuten lang Wiederbelebungsmaßnahmen, aber ohne Erfolg. Panettiere wurde um 14:32 Uhr für tot erklärt.
Im Apartment fanden die Polizei eine Plastikbehälter mit mindestens 9 verschiedenen Medikamenten, die Brian Hickerson den Agenten übergab. Außerdem entdeckten die Ermittler ein Naloxon (Narcan) – ein Medikament, das die Wirkung von Opiaten bei einer Überdos aufhebt – auf einer Matratze. Ob es verwendet wurde, bleibt unklar.
Familie und Behörden
Die Mutter der Schauspielerin, Lesley Vogel, hatte bereits in der ersten emotionalen Stellungnahme den Freund ihrer Tochter als möglichen Auslöser der Vorfälle genannt. Die DEA, die bereits im Fall von Matthew Perry tätig war, überprüft jetzt alle Verbindungen und Ausgänge. In dem Notruf-Mitschnitt ist von einer „Überdosis“ und einem „Herzstillstand“ die Rede. Die Autopsie vom 17. August ergab keine Anzeichen von Gewalt oder Trauma – doch der toxikologische Untersuchung steht noch aus und wird als endgültig anerkannt.
Hayden Panettiere und der Kampf gegen Sucht
Panettiere litt seit ihrer Jugend an einer jahrelangen Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten (u.a. Opioiden). In ihren Memoiren aus dem Mai beschrieb sie offen ihre Versuche und die Rückfälle. In einem letzten Interview hatte sie sogar zugegeben, dass sie wegen chronischer Rückenschmerzen Angst hatte, bleibende Schäden zu erleiden.
Ein kurzes, aber intensives Leben
Geboren am 21. August 1989 – also genau am 37. Geburtstag, der offiziell für den Tag ihres Todes berichtet – war Panettiere ein berühmtes Jugend-Icon. Sie wurde als Claire Bennet in Heroes und Juliette Barnes in Nashville berühmt (dafür gab es zwei Golden Globe Nominierungen). Weitere Filme: Scream VI, Remember the Titans und Ice Princess. Ihre Tochter Kaya (geboren 2014) stammt aus der Beziehung mit dem ukrainischen Boxer Wladimir Klitschko.
Fallüberblick
- Datum des Todes: 16. August 2026
- Ort: Greenville, South Carolina
- Alter: 36 Jahre (Geburtstag wäre am 21.8. gewesen)
- Gefunden von: Zach Hickerson
- Medikamente: 9 Typen gefunden
- Narcan: vorhanden, aber unklar benutzt
- Autopsie: keine Gewaltzeichen, toxikologische Analyse erwartet
Quellen: TN, Clarín, HOLA