Abschied von einem großen Künstler
Am 30. Juli 2026 bestätigte die Spanische Filmakademie den traurigen Tod des Schauspielers Manolo Solo im Alter von 62 Jahren infolge einer Krebserkrankung. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der audiovisuellen Industrie, doch sein immenses Talent und seine menschliche Wärme werden in jeder seiner Figuren für immer weiterleben.
Geboren als Manuel Jesús Fernández Serrano in Algeciras (Andalusien) im Jahr 1964, wuchs Solo in Los Barrios auf und zog später nach Sevilla. Obwohl er einen Abschluss in Erziehungswissenschaften hatte, lag seine wahre Berufung stets in den Künsten. Sein Künstlername stammt übrigens von seiner Zeit als Bassist und Gitarrist in Rockbands wie Los Relicarios – eine Art, die Einsamkeit nach dem frühen Verlust seines Vaters zu symbolisieren.
Eine Karriere voller Erfolge und Auszeichnungen
Manolo Solo gab sein Filmdebüt im Jahr 2002, doch sein Gesicht wurde schnell unverzichtbar im spanischen Autoren- und Genrekino. In über drei Jahrzehnten wirkte er an mehr als hundert audiovisuellen Projekten mit.
- Pans Labyrinth (2006): Unter der Regie von Guillermo del Toro.
- Zelle 211 (2009): Unter der Regie von Daniel Monzón.
- Die kleinste Insel (2014): Unter der Regie von Alberto Rodríguez.
- Spät für die Wut (2016): Das Regiedebüt von Raúl Arévalo, für das Solo den Goya-Preis als bester Nebendarsteller 2017 gewann, sowie einen Feroz-Preis und einen Preis der Schauspielergewerkschaft.
- Der gute Chef (2021): An der Seite von Javier Bardem, wofür er eine weitere Goya-Nominierung erhielt.
Seine Vielseitigkeit zeigte sich auch im Fernsehen, in Serien wie Hospital Central, Aída, Das Ministerium der Zeit, Die Pest und 30 Silberlinge. In seinen letzten Jahren bewegte er das Publikum mit seiner Darstellung des Generals Manuel Gutiérrez Mellado in der Serie Anatomie eines Augenblicks (2025) und erhielt eine erneute Goya-Nominierung für den Film Ein portugiesisches Landhaus (2025).
Quelle: imago.com.ar