Ein hoffnungsvoller Fortschritt für die Staatsbediensteten

Die Provinz Neuquén steht kurz vor einem Tarifabschluss, der bis Mitte 2027 Planungssicherheit für die Gehälter garantieren würde – in einem Kontext außergewöhnlicher Einnahmen aus Öl- und Gaslizenzgebühren.

Die Details des Gehaltsvorschlags

Nach mehreren Verhandlungsrunden legte die Provinzregierung ein Angebot vor, das einen Nettomindestlohn von 1.560.000 Pesos ab August 2026 für Arbeitnehmer mit einer Mindestarbeitszeit von 35 Wochenstunden vorsieht. Diese Differenz ist vergütungswirksam und nicht prämienfähig, um sicherzustellen, dass das Gehalt über dem Warenkorb für Grundbedarf liegt.

Minister Jorge Tobares betonte optimistisch: Dies ist der Tarifvertrag mit dem höchsten Arbeitnehmerschutz auf nationaler Ebene. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Kontinuität der Verwaltungsdienste zu gewährleisten und sowohl den Familien in Neuquén als auch den Provinzfinanzen Planungssicherheit zu bieten.

Prämien und Inflationsanpassungen

Das Paket umfasst die Zahlung von zwei außerordentlichen, nicht vergütungswirksamen Summen, die auch für den Ruhestandssektor gelten:

  • 410.000 Pesos in der zweiten Septemberhälfte 2026.
  • 480.000 Pesos in der zweiten Januarhälfte 2027.

Zudem bleibt die vierteljährliche Anpassung an den gewichteten Verbraucherpreisindex (IPC) der Provinzstatistikbehörde und des nationalen Statistikamts INDEC für den Zeitraum Juli 2026 bis Juni 2027 bestehen, mit Anpassungen im Oktober, Januar, April und Juli. Hinzu kommen direkte Erhöhungen des Grundgehalts um 4% im November 2026 und 3% im Januar 2027.

Der Kontext von Vaca Muerta und den Lizenzgebühren

Die Verhandlungen finden in einem sehr positiven Umfeld für die Provinz statt. Neuquén verzeichnete im Juni 2026 Rekordeinnahmen aus Öl- und Gaslizenzgebühren, die über 327 Milliarden Pesos bzw. 89 Milliarden Pesos lagen, angetrieben durch den Konflikt im Nahen Osten. Der Vorsitzende der Gewerkschaft ATE, Carlos Quintriqueo, hatte gefordert, dass ein Teil dieser außerordentlichen, nicht budgetierten Mittel zur Wiederherstellung der Gehälter verwendet werde – eine Forderung, die in dem neuen Angebot offenbar Gehör gefunden hat.

Endlich sichert Neuquén einen Mindestlohn für Staatsbedienstete oberhalb des Grundbedarfs; das ist etwas, wonach wir schon lange gesucht haben.

Carlos Quintriqueo, Generalsekretär der ATE Neuquén

Nächste Schritte: Die Entscheidung in der Versammlung

Der Vorschlag betrifft mehr als 68.000 Staatsbedienstete und wird am Freitag um 9:30 Uhr in einer Versammlung im Gebäude der ATE debattiert. Er wird auch der Gewerkschaft UPCN und der Straßenbaugewerkschaft Unavp angeboten. Die Erwartung ist ein endgültiger Abschluss des Tarifvertrags, der bis Juli 2027 projiziert wird, was eine enorme Stabilität im Hinblick auf die Provinzwahlen im nächsten Jahr bieten würde.

Quellen: LM Neuquén, Neuquén Informa, Econojournal, Río Negro