Neue Brücke zwischen Casa Rosada und Vatikan

Am 31. Juli 2026 empfing der argentinische Präsident Javier Milei gemeinsam mit Außenminister Pablo Quirno im Salón Blanco der Casa Rosada die Botschafter Deutschlands (Catalina Cullas), Südkoreas (Lee Chong Hwa) und den neuen Nuntius Michael Wallace Banach. Die Zeremonie markiert den offiziellen Startschuss für die Vorbereitungen des historischen Besuchs von Papst León XIV.

Der US-amerikanische Erzbischof Banach wurde ursprünglich 2013 von Papst Franziskus ernannt und war zuvor in Ungarn, Senegal, Kap Verde und Mauretanien tätig. Seit dem 22. Juli 2026 ist er in Buenos Aires. Seine Hauptaufgabe: den Entwurf der Papstreise finalisieren. Milei selbst bezeichnete den Besuch als „höchstwahrscheinlich“.

Wer ist Michael Wallace Banach?

Als apostolischer Nuntius ist Banach der Botschafter des Heiligen Stuhls und offizieller Ansprechpartner des Vatikans in Argentinien. Bereits in seinen ersten Tagen traf er sich mit der Führung der argentinischen Bischofskonferenz (Marcelo Colombo, Raúl Pizarro) und mit Kultussekretär Agustín Caulo, der eigens nach Rom reiste, um die Logistik zu koordinieren.

Geplanter Ablauf von León XIV. in Argentinien

Das endgültige Programm steht noch unter Vatikan-Vorbehalt, doch offizielle Kreise arbeiten mit einem Entwurf für einen drei- bis viertägigen Aufenthalt im November 2026. Es wäre der erste Papstbesuch seit 39 Jahren.

Laut Berichten von Rosario3 und El Día soll der Papst nach einem Zwischenstopp in Uruguay am Flughafen Ezeiza landen und in der Nuntiatur im vornehmen Stadtteil Recoleta wohnen.

AktivitätOrt
Große FreiluftmesseMonumento de los Españoles (Palermo). Das Estadio Monumental wurde verworfen.
Institutionelles TreffenVier-Augen-Gespräch mit Präsident Milei in der Casa Rosada.
Religiöser BesuchBasilika von Luján (Provinz Buenos Aires).
Reise ins LandesinnereProvinz Córdoba und Katholische Universität Argentinien (UCA). Santiago del Estero wurde gestrichen.

Ein Großaufgebot an Sicherheit und Medien

Der Besuch wird eine beeindruckende Logistik erfordern. Schätzungen zufolge reist der Papst mit rund 70 Vatikan-Mitarbeitern und etwa 70 beim Heiligen Stuhl akkreditierten Journalisten an. Hinzu kommen über 1.000 nationale und internationale Pressevertreter. Bei der Messe in Palermo werden mehr als eine Million Menschen erwartet.

Außenminister Pablo Quirno zeigte sich auf seinen Social-Media-Kanälen begeistert: „Seine Ankunft eröffnet eine neue Ära der brüderlichen Zusammenarbeit zwischen Kirche und argentinischem Staat – ein Weg der Begegnung, der uns verpflichtet und herausfordert, die gemeinsame Arbeit mit Hoffnung und geteilten Zielen zu stärken.“

Quellen: Radio Nacional, La Prensa.