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Kanadier wenden USA den Rücken zu und erkunden die Welt

28/07/2026 22:51 - Internacionales

Ein Paradigmenwechsel im nordamerikanischen Tourismus

Die feindselige Haltung der Politik des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Kanada hat einen unerwarteten und faszinierenden Effekt auf den globalen Tourismusmarkt. Laut einem aktuellen Bericht von Statistics Canada, zitiert von The Guardian, reduzierten Kanadier ihre Ausgaben für Reisen in die USA um 3,3 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

Der Einbruch des US-Tourismus

Die Gesamtausgaben Kanadas für Reisen in die USA fielen von 22,1 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 18,8 Milliarden im Jahr 2025. Die Rückgänge bei Grenzübertritten im Juli 2025 erreichten ein Drittel weniger als im Vorjahr, ein anhaltender Rückgang, der nur mit der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 vergleichbar ist.

Ein neuer Morgen für Europa und Asien

Anstatt zu Hause zu bleiben, entdeckten kanadische Reisende die Welt. Die Ausgaben für internationale Ziele außerhalb der USA schossen um 3,6 Milliarden Dollar in die Höhe und erreichten 22,8 Milliarden. Reisen nach Europa wuchsen um 14 % und nach Asien um fast 17 %, was zeigt, dass sich der Tourismus diversifiziert und in anderen Breitengraden floriert.

Der Kontext hinter dem Wandel

Der offizielle Bericht weist darauf hin, dass der abrupte Wandel in der Stimmung der Reisenden nach dem Amtsantritt der neuen US-Regierung Anfang 2025 eintrat. Die "America First"-Politik, Handelskriege und Spekulationen über die Annexion Kanadas veranlassten die Bürger, an anderen Orten wärmere und kulturell reichere Willkommenskulturen zu suchen.

Der Trend, der sich im ersten Halbjahr 2026 stark fortsetzte, deutet auf eine anhaltend positive Umverteilung des globalen Tourismusflusses hin, was Türen für Volkswirtschaften in Europa und Asien öffnet.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga