Die Sicherheit im Mittelmeerraum steht derzeit im Rampenlicht. Laut Berichten der Zeitung El Mundo hat die CIA die Regierungen von Italien, Frankreich und Spanien vor einer ungewöhnlichen russischen Angriffsstrategie gewarnt. Es wird vermutet, dass Moskau Handels- und Frachtschiffe einsetzt, um unbemannte Flugobjekte (Drohnen), die in Standardcontainern versteckt sind, heimlich in europäische Gewässer zu transportieren und von dort aus zu starten.
Das Ziel dieser Operationen sei laut US-Geheimdiensten nicht unbedingt die massive Zerstörung, sondern die Erzeugung von politischem und sozialem Chaos in Westeuropa.
Was ist ein "Hybridangriff"?
Im Kontext der modernen Kriegsführung beschreibt ein Hybridangriff eine Strategie, bei der konventionelle militärische Mittel mit nicht-militärischen Methoden kombiniert werden. Dazu gehören:
- $•$ Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen.
- $•$ Desinformationskampagnen zur Manipulation der öffentlichen Meinung.
- $•$ Sabotageakte durch verdeckte Agenten oder Drohnen.
Dies ist Teil eines Musters, das in jüngster Zeit an Intensität zugenommen hat. So meldete Moldawien den Eindringversuch von vier russischen Drohnen, während in Rumänien ein unbemanntes Gerät einschlug. Auch Polen berichtete von Sabotageakten an Starlink-Stationen und Dänemark warnte vor sogenannten "False-Flag-Operationen" (vorgetäuschte Angriffe, um jemand anderem die Schuld zu geben).
Das technische Profil: Gerbera-Drohne
| Länge: | ca. 2 Meter |
| Sprengkopf: | 4 bis 5 kg |
| Ziel: | Psychologische Wirkung |
Diese Drohnen sind darauf ausgelegt, kritische Infrastrukturen anzugreifen und Panik in der Bevölkerung zu schüren.
Diplomatische Spannungen in Rom
Trotz der Warnungen der USA ist die offizielle Reaktion in Rom skeptisch. Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto sowie Vizepremierminister Matteo Salvini bezeichneten die Warnung als "alarmistisch" und "grundlos". Man wolle eine unnötige Panik innerhalb des Landes vermeiden.
Im Gegensatz dazu zeigt sich die Europäische Kommission in Brüssel vorsichtiger. Obwohl sie keine spezifische Warnung bestätigte, gab sie zu, dass Luftraumverletzungen und hybride Bedrohungen für die EU längst keine Überraschung mehr sind.