Ein Raubüberfall auf einen 60-jährigen Motorradfahrer endete am Sonntag in einer Schießerei vor dem Haus des ehemaligen argentinischen Präsidenten Eduardo Duhalde in Lomas de Zamora. Die Leibwächter des Ex-Präsidenten griffen ein und wehrten den Angriff ab. Der Mann wurde verletzt, ist aber außer Lebensgefahr. Die beiden Täter flohen. Seine Frau Hilda 'Chiche' Duhalde stellte klar, dass es sich nicht um ein Attentat handelte.

Ein Sonntag voller Spannung in Lomas de Zamora

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, den 23. August 2026, gegen 20:30 Uhr in der Ramón-Falcón-Straße, direkt vor der Residenz von Eduardo Duhalde, der Argentinien zwischen 2002 und 2003 als Präsident führte. Was wie ein ruhiger Nachmittag begann, wurde zu einem Gewaltakt, als zwei bewaffnete Männer einen 60-jährigen Mann stoppten, der mit seinem Motorrad unterwegs war.

Nach Angaben der Polizei, die der Zeitung La Nación und La Voz vorliegen, wollten die Kriminellen dem Mann, der ein enger Vertrauter des Ex-Präsidenten ist, das Fahrzeug stehlen. Als die Schüsse fielen, identifizierten sich die Sicherheitskräfte von Duhalde, die vor dem Haus postiert waren, als Polizisten und griffen ein, um den Angriff abzuwehren.

Der Schusswechsel

Es kam zu einem intensiven Schusswechsel mitten auf der Straße. Der Motorradfahrer wurde am Schulterblatt getroffen und sofort in das Krankenhaus Gandulfo gebracht, wo man bestätigte, dass er außer Lebensgefahr ist. Er konnte das Krankenhaus wenige Stunden später wieder verlassen. Die Leibwächter blieben unverletzt, obwohl einer von ihnen einen Treffer in seiner schusssicheren Weste abbekam.

Die Flucht

Nach der Schießerei flohen die beiden Verdächtigen zu Fuß und wurden bislang nicht gefasst. Ein großangelegter Fahndungsring wurde im Süden des Großraums Buenos Aires (bekannt als Conurbano bonaerense) ausgelöst. Forensische Experten sicherten am Tatort Patronenhülsen und werteten Überwachungskameras von öffentlichen und privaten Gebäuden aus, um die Angreifer zu identifizieren.

Die Stellungnahme der Duhaldes

Eduardo Duhalde selbst äußerte sich zu dem Vorfall in einer Fernsehsendung: „Ich habe zu dem Zeitpunkt gerade meinen Mittagsschlaf gehalten. Ich habe die Schüsse nicht gehört. Ich habe es erst später erfahren.“ Der Ex-Präsident berichtete auch, dass er den Verletzten im Krankenhaus besuchte und ihm seine Hilfe anbot: „Unmittelbar nach dem Vorfall bin ich ins Gandulfo-Krankenhaus gegangen, um den Mann zu sehen. Ich habe ihm meine Unterstützung und Hilfe angeboten.“

Seine Frau, Hilda „Chiche“ Duhalde, sprach ebenfalls mit der Presse und stellte klar, dass es sich nicht um ein Attentat handelte: „Es war kein Attentat gegen Duhalde, es war nur ein Raubüberfall“, sagte sie gegenüber Crónica TV. Und fügte hinzu: „Das hat nichts mit Duhalde zu tun. Er hat seinen Mittagsschlaf gehalten. Wir waren alle ruhig zu Hause.“

Die Reflexion des Ex-Präsidenten

Duhalde äußerte sich auch zur Sicherheitslage in Argentinien: „Wenn das Geld nicht für den Monat reicht, passieren solche Dinge. Das ist nicht nur in Argentinien so. Das ist Kriminalität aus Not. Es tut mir leid.“

Was über den Vorfall bekannt ist

  • Ort: Ramón-Falcón-Straße, Lomas de Zamora, vor dem Haus des Ex-Präsidenten.
  • Opfer: 60-jähriger Mann, Vertrauter von Duhalde, am Schulterblatt verletzt. Außer Lebensgefahr.
  • Täter: Zwei bewaffnete Männer, die ein Motorrad rauben wollten und zu Fuß flohen.
  • Intervention: Die Leibwächter des Ex-Präsidenten identifizierten sich als Polizisten und wehrten den Angriff ab.
  • Ermittlungen: Forensiker sichern Spuren und Kameraaufnahmen. Bisher keine Festnahmen.

Quellen: La Nación, Infobae, El Día und La Voz.