Karibik statt Politik – aber nicht ganz ohne
Während in Buenos Aires das politische Kartenhaus neu gemischt wird, gönnten sich Sergio Massa und Malena Galmarini eine ganz besondere Auszeit: Sie feierten auf der Karibikinsel Barbados ihr 30-jähriges Ehejubiläum. Mit dabei war eine illustre Reisegruppe – und ein exklusives Fortbewegungsmittel: ein Gulfstream G-500 der Superlative, der dem Unternehmer Francisco De Narváez gehört. Ein Freundschaftsdienst, wie das Umfeld von Massa betont.
Das Timing war auffällig: Nur 48 Stunden zuvor hatte im Hotel Emperador in Buenos Aires ein Treffen der Peronismus-Spitzen stattgefunden – mit dabei waren neben Massa auch Axel Kicillof, Máximo Kirchner, Ricardo Quintela, Gildo Insfrán und Gerardo Zamora. Ziel: die Opposition neu ordnen und den Weg Richtung Wahlen 2027 pflastern.
Das Luxus-Jet: Gulfstream G-500
Die Maschine mit dem Kennzeichen N922DN ist ein Langstrecken-Flugzeug der Superlative. Es bietet Platz für 13 bis 19 Passagiere und verfügt über verstellbare Sessel, die sich zu flachen Betten umbauen lassen, sowie eine Couch für zwei Personen. Ein solcher Flug kostet normalerweise rund 200.000 US-Dollar pro Strecke – bei dieser Reise wurde der Jet doppelt gebucht, daher liegt der Gesamtpreis bei geschätzten 400.000 US-Dollar.
Details der Reise
Die Gruppe startete am 13. August um 6:40 Uhr vom Flughafen Montevideo (Uruguay) – eine bewusste Taktik, um nicht in Buenos Aires abzuheben. Von San Fernando (Buenos Aires) ging es erst mit einem kleineren Flieger nach Uruguay, dann mit der G-500 direkt nach Bridgetown, Barbados.
Wer war mit an Bord?
- Malena Galmarini – Provinzsenatorin aus Buenos Aires und Ehefrau von Massa
- Daniel Guerra – Unternehmer und Freund, mit Ehefrau Andrea Mirón
- Andrea González Iturbe – Witwe des früheren Wahlkampfmanagers Diego Santillán
- Andrés Mariano Ceriani – Stadtrat aus San Martín, mit seiner Ehefrau Analía Martín
Insgesamt sieben Personen, alle registriert. Eine besonderheit am Rande: Massa und Galmarini reisten mit italienischen Pässen, der Rest mit argentinischen.
Die Rückreise mit Umweg
Die Rückkehr am 19. August geriet zur Geduldsprobe: Erst Zwischenstopp in Asunción (Paraguay), dann weiter nach Montevideo und schließlich mit einem anderen Flugzeug von San Fernando. Insgesamt eine logistische Meisterleistung – und ein Symbol für das Doppelbild von Macht und Privatleben.
Quellen
Diese Reportage basiert auf Recherchen von LA NACION sowie den Nachrichtenportalen Diario El Norte und Hoy Día Córdoba. Der Reiseverlauf wurde durch Flugdaten und Migrationsunterlagen bestätigt.