Die politische Spannung in den USA erreicht ihren Höhepunkt. Es geht nicht nur um Sitze im Parlament, sondern um die tatsächliche Macht: Wer kontrolliert den Kongress, bestimmt, welche Gesetze verabschiedet werden. Für Donald Trump könnte dies bedeuten, dass seine Reformpläne für die zweite Amtszeit entweder Realität werden oder an einer demokratischen Blockade scheitern.
Derzeit halten die Republikaner zwar einen Vorsprung im Senat, doch das Blatt könnte sich wenden. Die Demokraten sehen eine historische Chance, gestärkt aus den Wahlen hervorzugehen. Haupttreiber sind die soziale Unzufriedenheit über die steigenden Benzinpreise sowie die instabile geopolitische Lage im Konflikt mit Iran.
Der entscheidende Faktor:
Damit die Demokraten die Mehrheit im Senat erlangen, müssen sie laut aktuellen Analysen mindestens vier Sitze gewinnen, die derzeit in republikanischer Hand sind.
Die politische Landkarte: Die "Swing States" im Fokus
Der Cook Political Report (eine renommierte Analyseinstanz für US-Wahlen) hat die kritischsten Zonen identifiziert. Während einige Staaten stabil wirken, sind die sogenannten Battlegrounds (umkämpfte Staaten) das Zünglein an der Waage:
Strategische Duelle und prominente Kandidaten
In einigen Staaten könnten die Ergebnisse die politische Geschichte neu schreiben:
Texas
Der Demokrat James Talarico führt leicht vor dem Generalstaatsanwalt Ken Paxton, der Trumps volle Unterstützung genießt. Ein Sieg hier wäre der erste demokratische Erfolg seit 1988.
Michigan
Der Progressive Abdul El-Sayed, unterstützt von Kamala Harris und Bernie Sanders, tritt gegen Mike Rogers an. Zentrales Thema ist das Gesundheitssystem "Medicare for All" (eine universelle Krankenversicherung).
Iowa
Josh Turek (Demokrat) liegt in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Abgeordneten Ashley Hinson (Republikaner) und fordert damit die ländliche Dominanz der Republikaner heraus.
Quelle: IMAGO