15/06/2026 16:11 - Internacionales
Centro de votación en Colombia con urnas electorales, ciudadanos haciendo fila para votar, banderas colombianas y carteles de candidatos presidenciales en un día electoral
Kolumbien bereitet sich darauf vor, seinen nächsten Präsidenten am Sonntag, den 21. Juni 2026 in einer Stichwahl zu entscheiden. Das Land steht vor einer Wahl zwischen zwei gegensätzlichen politischen Projekten: Auf der einen Seite Abelardo de la Espriella, Kandidat der rechtsextremen Bewegung „Defensores de la Patria" (Verteidiger des Vaterlandes); auf der anderen Seite Iván Cepeda vom „Pacto Histórico" (Historischer Pakt), unterstützt von der Regierung des Präsidenten Gustavo Petro.
Gustavo Petro ist der erste linke Präsident in der Geschichte Kolumbiens und trat sein Amt 2022 an. Der „Pacto Histórico" ist eine breite Koalition linker und progressiver Kräfte, die Petro 2022 zur Präsidentschaft verhalf. Die „Defensores de la Patria" hingegen repräsentieren eine konservativ-nationalistische Strömung, die sich als Gegengewicht zur linken Regierung versteht. Kolumbien verfügt über ein Zwei-Runden-Wahlsystem: Wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang mehr als 50% erreicht, findet eine Stichwahl zwischen den beiden führenden Kandidaten statt.
| Kandidat | Wahlabsicht |
|---|---|
| Abelardo de la Espriella | 52,6% |
| Iván Cepeda | 45,0% |
| Leere Stimmzettel | 2,4% |
Fehlermarge: 2,9% | Stichprobe: 2.073 Bürger | Erhebungszeitraum: 8.-12. Juni 2026
| Kandidat | Wahlabsicht |
|---|---|
| Abelardo de la Espriella | 48,6% |
| Iván Cepeda | 44,7% |
| Leere Stimmzettel | 6,7% |
Stichprobe: 2.186 Personen | Veröffentlicht in der Zeitschrift Cambio | Differenz innerhalb der Fehlermarge (technisches Unentschieden)
Celag meldet:
Stichprobe: 2.046 Personen
Kritik von Hanwen Zhang:
In der ersten Runde vom 31. Mai 2026 erhielt Abelardo de la Espriella 43,78% der Stimmen (mehr als 10 Millionen), und überflügelte Iván Cepeda, der 40,98% erreichte. Kein Kandidat überschritt die notwendigen 50%, um die Stichwahl zu vermeiden.
Veränderungen gegenüber Mai: Laut Guarumo/Ecoanalítica stieg De la Espriella um 9 Punkte gegenüber dem hypothetischen Szenario im Mai, während Cepeda 5 Punkte gewann. Das CNC zeigt, dass De la Espriella 5 Punkte und Cepeda 3,8 Punkte zulegte.
Präsident Gustavo Petro teilte die Ergebnisse von Celag und rief zur Mobilisierung auf: „Die Umfragen zeigen ein technisches Unentschieden, und wenn das passiert, muss man aus allen Winkeln des Landes zur Wahl gehen, und man muss die Stimmen bewachen." Er beantragte die Registrierung von einer Million Personen und detaillierte eine Anleitung zur Wahlbeobachtung.
Der Direktor von Celag betont, dass die Entscheidung von folgenden Faktoren abhängt:
Methodische Anmerkung: Nach kolumbianischem Recht muss die Fehlermarge von Umfragen unter 3% liegen. Der Unterschied von fast 4 Punkten in der CNC-Umfrage könnte als statistisches Unentschieden betrachtet werden, wenn eine Überschneidung der Fehlermargen beider Kandidaten besteht.
Alfredo S. Quiroga
Conspiraciones