15/06/2026 22:42 - Economia
Gráfico financiero profesional mostrando la caída del riesgo país argentino a 425 puntos básicos, con colores azul y blanco representando la bandera argentina, líneas de tendencia descendentes en verde para indicar mejora
Der Länderrisiko-Indikator (auf Spanisch „Riesgo país“) misst den Zinsaufschlag, den internationale Investoren für argentinische Staatsanleihen im Vergleich zu US-Staatsanleihen verlangen. Ein niedrigerer Wert signalisiert höheres Vertrauen. Mit 425 Basispunkten bedeutet dies, dass argentinische Anleihen etwa 4,25% mehr Rendite abwerfen als sichere US-Papiere – ein historisch niedriger Wert für den Südafrikanischen Staat.
Die internationalen Finanzmärkte erlebten einen deutlichen Aufschwung nach der Ankündigung eines vorläufigen Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, um drei Monate militärischen Konflikt zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
Diese nur etwa 50 Kilometer breite Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs ist eine der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt. Etwa 20% der globalen Ölproduktion passieren täglich diese Engstelle. Ihre Sperrung hatte die Ölpreise massiv in die Höhe getrieben. Für energieimportierende Länder wie Deutschland ist die Wiederöffnung eine äußerst positive Nachricht.
Die US-Tech-Börsen führten die Gewinne an: Der Nasdaq 100 stieg um 3,1%, der S&P 500 um 1,7% und der Dow Jones um 0,9%. Der Ölpreis für Brent fiel um 4,1% auf 83,79 USD pro Barrel.
Die argentinischen Staatsanleihen (Bonares und Globales) legten im Durchschnitt um 0,6% zu. Ergänzend dazu sanken die Renditen der US-Staatsanleihen um etwa vier Basispunkte, was das aktuelle Umfeld weiter begünstigte.
| Länderrisiko | 425 Basispunkte |
| Vorheriges Minimum | 27.04.2018 (419 bp) |
| Staatsanleihen | +0,6% |
| Nasdaq 100 | +3,1% |
| Öl (Brent) | -4,1% |
Ratings wie CCC+ signalisieren ein sehr hohes Ausfallrisiko – Investoren meiden solche Papiere oft. Das Upgrade auf B- bedeutet, dass ein Land zwar noch Risiken birgt, aber als „spekulativ mit positiver Perspektive“ gilt. Für viele institutionelle Anleger (Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften) ist dies der Unterschied zwischen „nicht investierbar“ und „investierbar“.
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Note für Argentiniens Staatsschulden und einige an der New Yorker Börse gehandelte ADRs (American Depositary Receipts – Zertifikate, die ausländische Aktien für US-Investoren handelbar machen) angehoben. Diese Entscheidung folgte einer ähnlichen Maßnahme von Fitch.
Eric Ritondale, Chefökonom von Puente, erklärte: „Viele Investmentfonds operieren unter strengen regulatorischen Beschränkungen, die es ihnen verbieten, Vermögenswerte von Ländern mit CCC-Rating zu halten. In der Regel verlangen diese Mandate, dass mindestens zwei der drei großen internationalen Agenturen das Land in die B-Kategorie einstufen.“
Mit der Verbesserung durch S&P öffnet sich die Tür für passive und aktive Kapitalströme von Fonds, die vorher vom argentinischen Risiko ausgeschlossen waren.
Es wird erwartet, dass diese Anpassung einen positiven Repricing in den kommenden Monaten konsolidieren wird.
Eric Ritondale nannte mehrere Faktoren, die den positiven Pfad in den kommenden Wochen verstärken könnten:
US-Präsident Donald Trump kündigte am Sonntagabend an, dass die USA einen Waffenstillstand mit Iran erreicht hätten, und bezeichnete das Abkommen als „vollständig“ in einem Post auf Truth Social. Gespräche zur finalisierung des Friedensabkommens sollen innerhalb von 60 Tagen beginnen.
Beide Parteien werden sich am Freitag in der Schweiz treffen, um das vorläufige Abkommen förmlich zu unterzeichnen. Der Pakt sieht die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor, wobei die Normalisierung des Schiffsverkehrs mehrere Monate dauern könnte.
Quelle: Infobae
Alfredo S. Quiroga
Conspiraciones