20/06/2026 03:04 - Economia
Planta de Gas Natural Licuado en la Patagonia argentina con vista aérea de tanques de almacenamiento, ductos y montañas nevadas al atardecer
Die Gouverneure Rolando Figueroa (Neuquén) und Alberto Weretilneck (Río Negro) betonten, dass das Abkommen mit dem staatlichen Energieunternehmen YPF zur Entwicklung des Flüssigerdgas-Projekts (LNG) eine historische Chance für die Region darstellt. Das Projekt, das nächste Woche im Parlament von Neuquén diskutiert wird, sieht Investitionen von 25 Milliarden Dollar und steuerliche Stabilität für 30 Jahre vor.
Was ist YPF? YPF (Yacimientos Petrolíferos Fiscales) ist Argentiniens größtes Energieunternehmen, mehrheitlich im Staatsbesitz. Es wurde 1922 gegründet und ist der Hauptakteur bei der Erschließung von Vaca Muerta.
Vaca Muerta (spanisch für „tote Kuh“) ist eines der größten unkonventionellen Öl- und Gasvorkommen der Welt. Es befindet sich in der Provinz Neuquén in der argentinischen Patagonien-Region. Das Feld enthält Schiefergas und Schieferöl (Shale Gas/Shale Oil) auf einer Fläche von etwa 30.000 Quadratkilometern und gilt als das zweitgrößte Schiefergasvorkommen weltweit nach den USA.
Für ausländische Investoren ist wichtig zu verstehen: Vaca Muerta hat das Potenzial, Argentinien zu einem bedeutenden Energieexporteur zu machen, ähnlich wie das Permian Basin in den USA.
LNG (Liquefied Natural Gas) ist Erdgas, das auf etwa -162°C abgekühlt wird, wodurch es flüssig wird und sein Volumen um das 600-fache reduziert. Dies ermöglicht den Transport per Schiff zu internationalen Märkten ohne Pipelines – entscheidend für Argentinien, um sein Gas nach Europa oder Asien zu exportieren.
Argentinien würde damit zum LNG-Exporteur, ein strategischer Meilenstein für die Handelsbilanz des Landes.
Gouverneur Weretilneck informierte, dass das Projekt Vaca Muerta Oil Sur (VMOS) – die Ölexportterminal in Punta Colorada – bereits zu 70% realisiert ist. Die Pipeline ist seit etwa sieben Monaten fertiggestellt, die Konzentrationsanlage in Allen liegt bei 70% Fertigstellung, und drei von sechs Tanks wurden bereits gebaut.
Ziel: Beginn der Exporte im ersten Quartal 2027, um Río Negro bis 2028 zum „größten Exportzentrum Lateinamerikas“ zu machen.
Figueroa betonte: „Wenn wir die Pipelines nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen füllen, um weltweit zu verkaufen, können wir die Produktion nicht absetzen.“
Ernesto Novoa (Comunidad), Präsident der Kommission A, bezeichnete das Abkommen als „ein tragfähiges Projekt, das Neuquén sehr zugutekommen wird“ und hob die Bedingungen politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Stabilität hervor.
Damián Canuto (PRO-NCN), Präsident der Kommission J, betonte: Das Ziel sei „die Generierung von Devisen, die hauptsächlich Neuquén, aber auch dem Land zugutekommen werden.“
Francisco Lepore (Avanzar) definierte es als „ein grundlegendes Abkommen, das uns ermöglichen wird, die Gasproduktion um mehr als 50% zu steigern. Es wird Arbeitsplätze und KMUs stärken.“
Nächste Schritte: Das Projekt erhielt einen Bericht in den Kommissionen und wird nächste Woche im Parlament von Neuquén diskutiert. Für die Genehmigung ist eine Mehrheit erforderlich.
Alfredo S. Quiroga