24/06/2026 03:04 - Politica
In einem Ereignis, das die politische Landschaft der argentinischen Hochschulbildung verändern könnte, hat Adriana García von der Koalition Encuentro Plural die Rektoratswahl an der Universidad Nacional de Cuyo (UNCuyo) gewonnen. Mit 53,36% der Stimmen setzte sie sich in der Stichwahl gegen Gabriel Fidel durch, der 46,64% erreichte.
Dieser Sieg markiert das Ende von zwölf Jahren ununterbrochener Herrschaft der Radikalen Partei an dieser prestigeträchtigen Universität. Es ist das erste Mal seit Einführung der direkten Wahl, dass der Peronismus das Rektorat dieser Institution übernimmt.
Der Peronismus ist eine politische Bewegung, die in den 1940er Jahren von Juan Domingo Perón gegründet wurde. Er verbindet soziale Gerechtigkeit, Arbeitsrechte und nationale Souveränität. In Argentinien ist er eine der einflussreichsten politischen Kräfte des Landes.
Die Radikale Partei (UCR) hingegen ist eine bürgerlich-demokratische Partei, die historisch als wichtigste Oppositionskraft zum Peronismus fungiert. Ihr Einfluss an den Universitäten war über Jahrzehnte dominant.
Die UNCuyo wurde 1939 gegründet und ist die wichtigste Universität der Provinz Mendoza. Mendoza liegt im westlichen Argentinien, am Fuße der Anden, und ist berühmt für seinen Weinanbau und den Tourismus.
Mit über 16.000 Wahlberechtigten und 155 Wahllokalen war diese Wahl eine der wichtigsten in der Geschichte der Universität.
Die neue Rektorin erklärte nach der Bekanntgabe der Ergebnisse sichtlich bewegt: "Wir haben die Geschichte verändert. Wir werden die Geschichte verändern, ein Zyklus ist zu Ende gegangen, wir haben die Universidad Nacional de Cuyo zurückgewonnen."
Die Wahlkommission wird in den kommenden Tagen die endgültige Auszählung durchführen. Die Amtseinführung ist für den 14. August 2026 vorgesehen, anlässlich des 87. Jahrestages der Universität. Die Amtszeit dauert bis 2030.
Alfredo S. Quiroga