26/06/2026 13:02 - Internacionales
Zwischen den Tausenden von Geschichten des Schmerzes, die nach den verheerenden Erdbeben vom 24. Juni 2026 in Venezuela ans Licht kommen, sticht eine durch ihren ergreifenden Heldenmut hervor. Andrea, Ehefrau des Fußballspielers Héctor Bello, verlor ihr Leben, als sie ihr kleines Baby mit ihrem Körper schützte – während des Zusammenbruchs des Gebäudes, in dem sie lebten.
Die Rettungskräfte fanden das Baby gesund und unversehrt – dank des schützenden Instinkts ihrer Mutter, die in den entscheidenden Momenten vor dem Einsturz der Struktur reagierte. Die Tragödie hinterließ ein Waisenkind, das gerade erst das Leben begonnen hatte.
Der Fußballspieler des Marítimo de La Guaira, einem Verein der ersten Fußballliga Venezuelas, veröffentlichte bewegende Abschiedsbotschaften in seinen sozialen Netzwerken:
„Andrea, meine teure Liebe, warum hast du mich allein gelassen? Das war unser Kampf, Mami“, schrieb er über ein Foto seiner Frau, begleitet von gebrochenen Herzen und weinenden Gesichtern.
„Du hast uns allein im Kampf gelassen, Mami. Du hast mich ganz allein mit unserer Tochter zurückgelassen“, fügte er neben einem Familienfoto am Weihnachtsbaum hinzu.
„Deine Mami hat uns verlassen – wie erkläre ich das meiner Tochter? Andrea, wie erkläre ich ihr, dass du dein Leben verloren hast, um ihres zu retten, und ich in diesem Moment nicht da war, um irgendetwas zu tun?“
Am 24. Juni 2026 erschütterten zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 Venezuela – mit nur 39 Sekunden Abstand. Das Epizentrum befand sich nahe San Felipe im Bundesstaat Yaracuy, etwa 200 km von der Hauptstadt Caracas entfernt.
Der Bundesstaat La Guaira gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Dort ist auch der Fußballclub Marítimo beheimatet. In Caraballeda und Playa Grande wurden schwere strukturelle Schäden gemeldet, darunter eingestürzte Gebäude wie jenes, in dem die Familie Bello lebte.
Die vorläufige Bilanz: 235 Tote und über 4.300 Verletzte, sowie 2.927 betroffene Familien und 250 beschädigte Gebäude. Die Zahlen könnten steigen, da die Rettungsarbeiten noch andauern.
Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe boten mehrere Länder Unterstützung an. Spanien entsandte 54 Rettungskräfte, El Salvador 300, und Papst Leo XIV spendete 100.000 Euro. Künstler wie Shakira, J. Balvin, Ricky Martin, Carlos Baute und Danny Ocean riefen zur Hilfe für die Opfer auf.
Quellen: El Trece TV
Alfredo S. Quiroga