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Argentinien bestätigt sechs Todesopfer und entsendet Hilfsmission nach Venezuela

29/06/2026 12:33 - Actualidad

Tragische Bestätigung und sofortige Hilfe

Die argentinische Regierung bestätigte am Sonntag, den 29. Juni 2026, der traurige Nachricht: Sechs argentinische Staatsbürger verloren ihr Leben als Folge der katastrophalen Erdbeben, die den Norden Venezuelas am vergangenen Mittwoch, den 24. Juni, erschütterten. Außenminister Pablo Quirno kündigte daraufhin die Entsendung einer konsularischen humanitären Mission an, um den betroffenen Landsleuten vor Ort direkt beizustehen.

Das Team, bestehend aus zwei Diplomaten, traf am Samstag in Venezuela ein, um die Lage zu evaluieren. Das Außenministerium verzeichnete bisher 215 Hilfeersuchen und je sieben Suchanfragen nach vermissten Personen. Diese Maßnahme markiert einen wichtigen Moment in den bilateralen Beziehungen.

Bilanz des Erdbebens in Venezuela

  • Magnitude: 7.2 und 7.5
  • Tote: über 1.450
  • Verletzte: mehr als 3.150
  • Vermisste: ca. 70.000
  • Betroffene Gebäude: 774 in La Guaira
  • Hilfsländer: 24 Nationen
  • Internationale Retter: 2.741

Hilfsgüter aus Argentinien

  • Militärpersonal: 26 Spezialisten
  • Wasseraufbereitungsanlagen: 2 Einheiten
  • Zelte: 134 Einheiten
  • Kochsets: 48 Pakete
  • Hundeteams & med. Personal
  • Diplomaten: 2 vor Ort
  • Ankunft Caracas: 27.06.2026, 02:30 Uhr

Ein diplomatischer Neuanfang in Zeiten der Not

Für dieses Hilfsprogramm sah sich die Regierung von Javier Milei gezwungen, die diplomatischen Kanäle zum Regime von Nicolás Maduro wieder zu eröffnen, nachdem die Beziehungen fast zwei Jahre unterbrochen waren. Hintergrund war der Bruch im Jahr 2024 aufgrund tiefgreifender politischer Differenzen und der Krise um den Gendarmen Nahuel Gallo, der 448 Tage inhaftiert war, bevor er im März 2026 freigelassen wurde.

Seit dem Abzug des argentinischen Personals 2024 wurde die Botschaft in Caracas zunächst von Brasilien vertreten, später sollte Italien diese Rolle übernehmen, was jedoch von der venezolanischen Seite nie formell genehmigt wurde. Diese humanitäre Geste überwindet nun diese politischen Hürden.

Unterstützung für die Schutzbedürftigsten

Außenminister Quirno betonte, dass die Diplomaten bereits Kontakt zu Argentiniern aufgenommen haben, die den Verlust von Angehörigen meldeten, sowie zu älteren Menschen, die durch Cáritas Venezuela betreut werden. Das Epizentrum des Bebens lag in der Region La Guaira, einer Küstenregion nördlich von Caracas, die besonders stark betroffen ist.

Trotz der historischen Spannungen drückte die argentinische Regierung ihre Solidarität „über die Differenzen hinaus“ aus und signalisierte Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit.

Wunderbare Rettungen: Die Hoffnung lebt

Unter den Trümmern gibt es weiterhin Hoffnung. Internationale Teams konnten mehrere Überlebende bergen:

  • Vater und Sohn: Nach 4 Tagen von französischen und US-Teams in Caraballeda gerettet.
  • Mutter und 9 Monate altes Baby: Von der Brigade USA-01 lokalisiert.
  • Moisés (11 Jahre): Von kolumbianischen Helfern nach 6 Stunden Arbeit unter 3 Metern Schutt gerettet.
  • Frau (60 Jahre): Lebend nach 86 Stunden gefunden.
  • Säugling (18 Tage alt) & Mutter: Nach 32 Stunden gerettet.

Quelle: La Voz | Zusätzliche Info: Internationale Agenturen

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