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Argentinien: Regierung treibt Schlüsselprojekte im Senat voran

03/07/2026 16:22 - Politica

Ein neuer legislativer Schub für Argentinien

Die Vereidigung von Diego Santilli als Kabinettschef am 30. Juni 2026 hat die Erwartungen der Regierungskoalition La Libertad Avanza (eine libertäre Partei unter Führung von Präsident Javier Milei) im Kongress neu belebt. Nach dem Weggang von Manuel Adorni, der zu Verzögerungen geführt hatte, beschleunigt die Regierung nun den Rhythmus der Gesetzgebung vor der parlamentarischen Winterpause am 20. Juli.

Die Prioritäten im Senat

Der Senat (das Oberhaus des argentinischen Nationalkongresses) soll am kommenden Mittwoch einberufen werden. Ziel ist die Bestätigung von 30 Richternominierungen, die bereits ihre Anhörungen hatten. Zudem wird das sogenannte Hojarasca-Gesetz vorgeschoben, das die Aufhebung von 63 veralteten Gesetzen vorsieht. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unverletzlichkeit des Privateigentums, die Änderungen an den Land- und Brandschutzgesetzen einführt.

Debatte über die Zonas Frías

Ein umstrittenes Thema ist die Änderung des Regimes der Zonas Frías (kalte Zonen). Dies sind Regionen im Süden und Zentrum Argentiniens, die aufgrund des kälteren Klimas Energiezuschüsse erhalten. Die Reform zielt darauf ab, diese Subventionen in Provinzen wie Buenos Aires, Santa Fe, Córdoba, La Pampa, Salta und Jujuy zu kürzen und stattdessen die Kaufkraft der Nutzer über die geografische Lage zu stellen. Offizielle Quellen schätzen Einsparungen von 272 Milliarden argentinischen Pesos.

Das Projekt stößt auf Widerstand, insbesondere von der UCR. Senatoren wie Maximiliano Abad und Kroneberger haben ihre Ablehnung angekündigt, während aus Mendoza ein neuer Entwurf vorgeschlagen wird. Diego Santilli hat Vertreter der UCR, der PRO-Partei und provincialistischen Kräften zu konstruktiven Verhandlungen eingeladen.

Reformen für Zentralbank und Steuern

Präsident Javier Milei kündigte zudem an, die Charta des BCRA (Banco Central de la República Argentina, die argentinische Zentralbank) zu reformieren. Das Ziel ist es, die Unabhängigkeit der Institution zu stärken und ein flexibleres Wechselkurssystem zu übernehmen, das das Haushaltsdefizit nicht mehr finanziert. Dies orientiert sich am peruanischen Modell, das seit 1993 gilt.

Auf der Agenda steht auch die Änderung des Gesetzes zur Fiskalischen Unschuld (Inocencia Fiscal), das im Januar 2026 verabschiedet wurde. Bislang haben sich nur 80.000 Steuerzahler angemeldet. Die Regierung möchte die Zulassungsgrenzen anpassen und das Konzept der signifikanten Diskrepanz ändern, das derzeit bei Abweichungen von mehr als 15 % zwischen der Erklärung und der Steueranfechtung greift.

Mit einem wirtschaftlichen Szenario, das steigende Reserven und einen Handelsüberschuss zeigt, festigt die Regierung ihre Agenda der Deregulierung und Transformation des Staates. Der Dialog mit den Provinzen weckt große Hoffnungen für eine florierende Zukunft Argentiniens bis 2027.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga