06/07/2026 04:09 - Internacionales
Nach den verheerenden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5, die Venezuela am 24. Juni 2026 trafen, beginnt das Land den mühsamen, aber hoffnungsvollen Weg des Wiederaufbaus. Die amtierende Präsidentin, Delcy Rodríguez, kündigte am 3. Juli 2026 eine Reihe von wichtigen internationalen Verhandlungen an, um die nationale Infrastruktur wiederzubeleben.
Die Regierungschefin informierte, dass Gespräche mit dem US-Außenministerium (Estados Unidos) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gange sind, um finanzielle Mittel zu sichern. Darüber hinaus hob sie den engen Kontakt mit der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Weltbank hervor. Diese Institutionen hätten bereits nicht rückzahlbare Zusammenarbeit und Kreditlinien für das südamerikanische Land angeboten.
Die offizielle, bis zum 5. Juli 2026 aktualisierte Bilanz bestätigt das Ausmaß der Tragödie: 3.342 Tote und 16.740 Verletzte. Laut der satellitengestützten Bewertung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) belaufen sich die vorläufigen Schäden an Wohnhäusern und wirtschaftlichen Vermögenswerten auf die alarmierende Summe von 6,7 Milliarden US-Dollar.
Mindestens 855 Gebäude wurden beschädigt und 190 Strukturen stürzten ein. Die Regierung bezifferte die Zahl derer, die ihr Zuhause verloren haben, auf 12.800, während die Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen (UNHCR) 16.000 Bürger dokumentierte, die eine alternative Unterkunft suchen mussten.
Um dieser Krise zu begegnen, erinnerte Rodríguez an die Schaffung eines anfänglichen Fonds in Höhe von 200 Millionen US-Dollar. Dieser wird durch ein Konto bei der CAF - Entwicklungsbank Lateinamerikas ergänzt, das für internationale Spenden mit Audit-Mechanismen eingerichtet wurde.
In einem Akt globaler Solidarität meldete sie die Ankunft einer Spezialgruppe aus Israel zur Wiederherstellung der Infrastruktur. Ebenso besuchte der brasilianische Verteidigungsminister, José Múcio, am 30. Juni 2026 das Land, um die humanitäre Zusammenarbeit auszubauen und Wiederaufbauinitiativen zu bewerten.
Alfredo S. Quiroga