06/07/2026 13:31 - Economia
Der argentinische Wirtschaftsminister Luis Caputo präsentierte einen ermutigenden Finanzplan für die Jahre 2026 und 2027, der die Fähigkeit des Landes unter Beweis stellt, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Für das laufende Jahr belaufen sich die Finanzierungsbedürfnisse auf 19,2 Milliarden USD, während die Quellen 22,9 Milliarden USD erreichen. Dies lässt einen beruhigenden Puffer von 3,7 Milliarden USD. Für 2027 werden sowohl die Bedürfnisse als auch die Quellen auf 24,9 Milliarden USD geschätzt, was einen stabilen Horizont garantiert.
Das Länderrisiko (ein Index, der die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls eines Landes misst) liegt bei 415 Basispunkten, dem niedrigsten Stand seit 2018, was das wachsende Vertrauen der Märkte widerspiegelt. Darüber hinaus hat die argentinische Zentralbank (BCRA) im Jahr 2026 mehr als 10 Milliarden USD an Reserven angesammelt, was den Gesamtbetrag auf über 48 Milliarden USD bringt.
Am 30. Juni 2026 trat Diego Santilli sein Amt als Kabinettschef an, nachdem Manuel Adorni am 27. Juni 2026 zurückgetreten war. Das neue Kabinett wurde durch den DNU 571/2026 auf 8 Ministerien reduziert. Ein 'DNU' (Decreto de Necesidad y Urgencia) ist ein präsidialer Erlass mit Gesetzeskraft, der in Ausnahmefällen angewendet wird. In diesem Fall wurde das Innenministerium abgeschafft und seine Funktionen der Kanzlei übertragen, um die Verwaltung zu optimieren.
Vor der parlamentarischen Sommerpause am 20. Juli 2026 hat die Regierung eine ehrgeizige, auf die Entwicklung ausgerichtete gesetzgeberische Agenda. Zu den Prioritäten gehören die Abschaffung der PASO (die Pflichtvorwahlen in Argentinien, bei denen Kandidaten aller Parteien gleichzeitig gewählt werden), die 'Ficha Limpia' (ein Vorschlag zur 'sauberen' Stimmzettel-Druckgebung zur Vermeidung von Betrug), die Reform der Zentralbank und die 'Inocencia Fiscal' (ein Programm zur steuerlichen Amnestie), mit dem Ziel, eine breite Koalition mit der UCR (Radikalen) und dem dialogbereiten Peronismus für das Jahr 2027 aufzubauen.
Quelle: La Nación
Alfredo S. Quiroga