07/07/2026 04:12 - Judiciales
Wie La Política Online am 6. Juli 2026 berichtete, nähert sich der Prozess gegen den ehemaligen argentinischen Senator Edgardo Kueider und seine Partnerin Iara Guinsel Costa seinem Ende. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die grenzüberschreitende Justizkooperation in Südamerika.
Edgardo Kueider ist ein ehemaliger Senator der Provinz Entre Ríos in Argentinien. Ciudad del Este in Paraguay ist eine der größten grenzüberschreitenden Handelszonen Südamerikas. Der Guaraní (PYG) ist die offizielle Landeswährung von Paraguay.
Das Ministerio Público unter Leitung von Staatsanwalt Ysrael Villalba fordert 2 Jahre und 2 Monate Haft für beide Angeklagte. Das zuständige Gericht besteht aus den Richtern Elsa García, Matías Garcete und Adriana Planás.
Laut der Anklage versuchten Kueider und seine Sekretärin in den frühen Morgenstunden des 4. Dezember 2024, über den Zoll von Ciudad del Este nach Paraguay einzureisen. In einem Rucksack im Fahrzeug des damaligen Senators befanden sich 211.102 US-Dollar, 646.000 argentinische Pesos und 3.900.000 Guaraníes, die nicht deklariert wurden.
Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Absicht, Kontrollen zu umgehen, deutlich wurde, nachdem der Zollbeamte Diego Tottil die Existenz dieser Gelder verneint wurde. Es besteht eine gesetzliche Meldepflicht für Beträge über 10.000 US-Dollar.
Der Ex-Senator wies die Anklage zurück und beteuerte, nie die Absicht gehabt zu haben, eine Straftat zu begehen. Seine Verteidigung argumentierte, dass ein Teil des Geldes für die Zahlung von Steuern vorgesehen war, und beantragte einen Freispruch. Sie stufen den Fall als geringfügigen Schmuggel ein.
Zusätzlich zur Schmuggelanklage erweiterte die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe auf mutmaßliche Geldwäsche. Kueider, Guinsel Costa und zwei paraguayische Staatsbürger wurden für den Kauf von sechs Wohnungen in Asunción am 24. Juni 2026 angeklagt, bei dem offenbar illegale Herkunft des Geldes vermutet wird.
Derzeit befinden sich die Beschuldigten in Hausarrest in Paraguay. Sollten sie für schuldig befunden und zu der Strafe verurteilt werden, würden sie nach Verbüßung der Haft an Argentinien ausgeliefert, um sich dort wegen unberechtigter Bereicherung zu verantworten. Man vertraut darauf, dass die Justiz zügig und transparent vorgeht, um die volle Wahrheit ans Licht zu bringen und die Rechtsstaatlichkeit zu stärken.
Alfredo S. Quiroga