10/07/2026 10:47 - Economia
Die kubanisch-amerikanische Familie Mas Canosa, weltbekannt als Eigentümer des Fußballklubs Inter Miami (wo Lionel Messi spielt) und für ihre enge Verbindung zu Donald Trump, hat in Argentinien einen Meilenstein erreicht. Sie gewannen die Ausschreibung für den Bau einer neuen Gas-Pipeline im begehrten Vaca Muerta-Becken (einem der größten Schiefergasvorkommen der Welt). Das Konsortium unter Führung von Pumpco (Teil der MasTec-Gruppe) legte ein Angebot vor, das 15 % günstiger war als das ihres Hauptkonkurrenten Techint-Sacde.
Laut dem Portal La Política Online wurde die Ankunft der Brüder Jorge und José Mas auf dem argentinischen Markt für öffentliche Arbeiten am 10. Juli 2026 bestätigt. Dieses Ziel verfolgten sie bereits seit der Verwaltung von Sergio Massa, doch unter der neuen Regierung von Javier Milei (dem libertären Präsidenten Argentiniens) konnte es endlich realisiert werden.
Der Triumph der Familie Mas Canosa hallt nicht nur im Energiesektor nach, sondern auch in Politik und Sport. Jorge Mas, Oberhaupt des Clans, ist weltweit als Präsident des Inter Miami bekannt, dem Verein von Lionel Messi, Rodrigo De Paul und Javier Mascherano, mit David Beckham als Miteigentümer. Die Nähe zu Trump war so eng, dass er das gesamte Fußballteam ins Weiße Haus brachte.
Lokal bedeutet dieses Ergebnis eine Niederlage für die Techint-Gruppe (ein riesiger multinationaler Stahlkonzern) unter Führung von Paolo Rocca und für den Unternehmer Marcelo Mindlin. Präsident Milei unterhält ein angespanntes Verhältnis zu Rocca, den er scherzhaft 'Don Chatarrín' (Schrott-Don) nennt. Trotz der Versuche von Techint, die Situation umzukehren, war das Angebot von Pumpco vorteilhafter für die staatlichen Interessen und den Export von verflüssigtem Erdgas durch YPF (Argentiniens staatliches Energieunternehmen), ENI und XRG.
Obwohl MasTec die Ausschreibung gewann, steht die endgültige Bestätigung des Projekts noch aus, die voraussichtlich zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erfolgen wird. Diese Pipeline wird entscheidend sein, um Argentinien als relevanten Akteur auf dem globalen Energiemarkt zu positionieren und eine helle, exportorientierte Zukunft zu sichern.
Alfredo S. Quiroga