12/07/2026 22:39 - Internacionales
Laut lokalen Medienberichten vom 12. Juli 2026 konnte der verheerende Waldbrand, der am 9. Juli 2026 um 18:00 Uhr in Los Gallardos, Almería (einer Stadt in der südlichen Region Andalusien, Spanien), ausbrach, in den frühen Morgenstunden stabilisiert werden, nachdem das Feuer in der Nacht nicht weiter vorgerückt war.
Alles begann, als ein Hochspannungsmast (oder Stromkabel) umstürzte und eine Flamme entfachte. Angetrieben durch Windgeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h und Temperaturen nahe 40°C breitete sich das Feuer mit einer alarmierenden Geschwindigkeit von 100 Metern pro Minute aus. In den ersten 48 Stunden war die Situation kritisch und außer Kontrolle.
Glücklicherweise ließ der Wind in den letzten Stunden nach, was den Rettungskräften ermöglichte, in die Offensive zu gehen und das Vorrücken der Flammen einzudämmen. Bis heute wurden insgesamt 6.600 Hektar Land verbrannt.
Die menschliche Bilanz ist verheerend. Die Behörden bestätigen 12 Todesopfer, darunter 4 britische Staatsbürger, die in einem Fahrzeug gefunden wurden, sowie 7 Personen, die in der Nähe von Bédar (einer Nachbargemeinde) zu Fuß unterwegs waren. Darüber hinaus gibt es 23 Vermisste, 8 Verletzte (4 davon schwer) und 1.400 Evakuierte.
Aufgrund der Schwere der Ereignisse werden DNA-Proben der Opfer nach Madrid geschickt, um ihre Identifizierung zu erleichtern.
Zur Bekämpfung der Tragödie hat Spanien einen massiven Einsatz mobilisiert, der 22 Fluggeräte und mehr als 1.000 Bodentruppen umfasst. Dazu gehören 539 staatliche Einsatzkräfte, 220 Mitglieder der UME (Unidad Militar de Emergencias, eine militärische Notfalleinheit) und 245 Agenten der Guardia Civil (die spanische paramilitärische Polizei).
Eines der am meisten diskutierten Themen ist die Entscheidung der Behörden, das System ES-Alert nicht zu nutzen. Dieses System ist darauf ausgelegt, in ernsten Notfällen Massenbenachrichtigungen an Mobiltelefone zu senden. Viele fragen sich, ob eine frühzeitige Warnung Leben hätte retten können.
Alfredo S. Quiroga