13/07/2026 12:19 - Internacionales
Der Konflikt im Nahen Osten durchlebt einen kritischen Moment, doch die Diplomatie unterningt alles, um die Ruhe wiederherzustellen.
Wie Infobae berichtet, kündigte der US-Präsident Donald Trump am 13. Juli 2026 an, dass sein Land die iranische Blockade wieder einführen wird, die ausschließlich die Ein- und Ausfahrt iranischer Schiffe verhindert. Zudem erklärte er, die USA würden die Rolle als Wächter der Straße von Hormuz übernehmen und aus Gründen der Fairness eine 20-prozentige Steuer auf alle transportierten Ladungen erheben, um die Sicherheitskosten in dieser volatilen Region zu decken.
Kontext für ausländische Leser: Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Seerouten der Welt, durch die fast ein Drittel des globalen Erdöls transportiert wird.
Angesichts der Haltung der USA warnte das iranische Militärkommando Khatam Al-Anbiya, dass jede Kooperation der Golfstaaten mit den USA bei der Verwaltung der Meerenge als Kriegsakt betrachtet wird. Die Revolutionsgarden warfen den USA vor, die globale Ölversorgung zu gefährden, und bekräftigten, dass Teheran seine Souveränität über die Passage weiterhin ausüben wird.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte eine neue Angriffswelle auf iranische Luftverteidigungssysteme und Radare, bei der in der Provinz Chuzestan zwei Menschen getötet wurden. Als Vergeltung griff der Iran Einrichtungen in Bahrain, Jordanien, Kuwait und Oman an.
Die Eskalation ließ die Preise für Brent-Öl um 5% in die Höhe schießen, bevor sie sich bei etwa 78 Dollar pro Fass einpendelten. Die Wall Street eröffnete im Minus: Der S&P 500 fiel um 0,4% und der Nasdaq um 0,9%, beeinträchtigt durch die Spannungen im Nahen Osten und einen Rückgang bei Halbleiterwerten.
Trotz der Eskalation bleibt die Hoffnung auf Frieden unversehrt. Laut Yahoo Noticias führten die Außenminister von Ägypten und Katar Gespräche, um beide Seiten zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufzufordern. Präsident Trump bestätigte, dass der Iran den Wunsch nach weiteren Gesprächen geäußert hat und die USA dies akzeptierten. Eine Delegation aus Katar ist bereits in Teheran eingetroffen, um zu vermitteln und eine endgültige Vereinbarung zur Stabilisierung der Region zu suchen.
Die regionalen Spannungen erreichten auch den Jemen, wo der Flughafen von Sanaa von der international anerkannten Regierung angegriffen wurde, um die Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern – ein Vorfall, den die Huthi-Rebellen zunächst Saudi-Arabien anlasteten. In der Zwischenzeit erklärte das Vereinigte Königreich die iranische Revolutionsgarde (IRGC) für illegal, nachdem sie beschuldigt wurde, Angriffe auf jüdische Ziele in London zu unterstützen.
Alfredo S. Quiroga