13/07/2026 21:42 - Internacionales
Fernab der traditionellen Wolkenkratzer Asiens oder Nordamerikas steht Lateinamerika kurz davor, in der Weltarchitektur Geschichte zu schreiben. In der pulsierenden Stadt Monterrey – der drittgrößten Stadt Mexikos und einem wichtigen Industriezentrum im Norden des Landes – erhebt sich die beeindruckende Torre Rise. Ein Projekt, das nicht nur das höchste Gebäude der Region werden soll, sondern auch zu einem der imposantesten Bauwerke der westlichen Hemisphäre zählen wird.
Wie von La Nación und El Cronista berichtet, wird der Turm eine Höhe von 484 Metern erreichen. Davon entfallen 408 Meter auf die 96 bewohnbaren Stockwerke, die von einer 76 Meter hohen Spitze gekrönt werden. Damit würde das Gebäude den 13. Platz der höchsten Wolkenkratzer weltweit einnehmen.
Das Bauwerk, das sich in der exklusiven Colonia Obispado befindet, wird von den Unternehmen Nest und Ancore Group entwickelt und vom mexikanischen Architekten Esteban Ramos entworfen. Sein Konzept einer inneren, autarken Stadt umfasst:
Eine der größten Herausforderungen beim Bauen in großer Höhe in Mexiko ist die seismische Aktivität. Aus diesem Grund verfügt die Torre Rise über einen verstärkten Innenkern und ein umlaufendes Traggerüst, das für die Aufnahme von Seitenlasten und extremen Winden konzipiert ist. Die intelligente Fassade aus Glas und Aluminium verleiht ihr nicht nur ein modernes Erscheinungsbild, das an europäische oder asiatische Großbauten erinnert, sondern ermöglicht auch eine optimale thermische Kontrolle und Windschwind-Management in großen Höhen.
Der Baufortschritt ist rasant und aufregend. Bis Juni 2026 wird geschätzt, dass die Struktur bereits die Marke von 345 Metern überschritten hat und Teile der Fassade bereits verglast sind. Es wird erwartet, dass die große Eröffnung dieses architektonischen Meilensteins, der den Gran Torre Santiago in Santiago, Chile (aktuell das höchste Gebäude Lateinamerikas mit rund 300 Metern), ablösen wird, bis Ende 2026 oder Anfang 2027 stattfindet.
Alfredo S. Quiroga