14/07/2026 04:00 - Economia
Die argentinischen Märkte verzeichneten nach der Schuldentilgung allgemeine Verluste, aber die Inflationsperspektive und der Energiesektor erhalten die Illusion der Investoren aufrecht.
Nach der Auszahlung von 2,5 Milliarden US-Dollar für Zinscoupons (Teil einer Gesamtsumme von 4,5 Milliarden US-Dollar, die an private Gläubiger gezahlt wurden) verzeichneten die auf Dollar lautenden Staatsanleihen leichte Rückgänge. Der Global 2046, Global 2041 und Global 2038 fielen an der Wall Street um 0,4%. Diese Dynamik ist nach dem Abfluss von Devisen für fällige Zahlungen üblich, obwohl sich das finanzielle Profil des Schatzamtes mittelfristig erheblich verbessert.
Der Index des Länderrisikos, der von J.P. Morgan gemessen wird, blieb stabil über 400 Basispunkten und schloss bei 404 Punkten. Obwohl er die psychologische Marke von 400 nicht durchbrechen konnte, prognostizieren Analysten, dass er bei politischer Ruhe auf 300 Punkte sinken könnte, was das Land dem lang ersehnten Investment Grade (Investitionsstatus) näher bringen würde.
Der S&P Merval (der wichtigste Aktienindex Argentiniens) fiel um 1,4% und schloss bei 3.235.294,75 Punkten.
An der Wall Street gerieten die argentinischen Hinterlegungsscheine (ADRs) unter Verkaufsdruck im Finanzsektor, mit Verlusten von bis zu 6%:
Die positive Seite des Tages boten jedoch die Energieunternehmen, die Stärke bewiesen und die Gewinner anführten:
Der Devisenmarkt operierte relativ ruhig. Der offizielle Dollar bei der Banco Nación (der größten Staatsbank Argentiniens) notierte bei 1.461,71 ARS für den Kauf und 1.513,22 ARS für den Verkauf, was einen leichten Rückgang zeigte. Der sogenannte Dólar blue (der inoffizielle Schwarzmarkt-Dollar, der für Touristen oft die einzige Referenz ist) stieg um 15 ARS und schloss bei 1.525 ARS, während der Dólar MEP (der über Aktien gekaufte Dollar) bei 1.521,80 ARS endete.
Die große Erwartung der Woche ist die Inflationsdaten für Juni, die vom INDEC (dem nationalen Statistikinstitut) veröffentlicht werden. Es wird erwartet, dass sie erstmals seit 10 Monaten die Marke von 2% durchbricht, nach den Daten von 1,8%, die in der Stadt Buenos Aires (CABA) verzeichnet wurden. Dieses Szenario, zusammen mit den Festgeldzinsen, die zwischen 16% und 19,5% schwanken, macht die Carry-Trade-Strategie (Investitionen in argentinische Pesos aufgrund ihrer hohen Zinssätze) für Investoren wieder sehr attraktiv.
Konsultierte Quellen: Ámbito Financiero und El Día.
Alfredo S. Quiroga