15/07/2026 16:22 - Internacionales
Laut dem US-Zentralkommando (Centcom) zielen die Operationen darauf ab, Bedrohungen zu beseitigen und eine lebenswichtige Route für den globalen Handel offenzuhalten, was Hoffnungen auf eine baldige Stabilisierung in der Region weckt.
An diesem Mittwoch, den 15. Juli 2026, führten die Vereinigten Staaten eine neue Reihe von Präzisionsbombardements über einen Zeitraum von 90 Minuten durch. Die Hauptziele waren Küstenverteidigungssysteme, Depots und Startplattformen für Marschflugkörper auf der Insel Große Tunb im Persischen Golf.
Das Centcom erklärte, dass die Maßnahme darauf abzielt, die Fähigkeit des Iran, den kommerziellen Schiffsverkehr anzugreifen, weiter zu schwächen, um so zivile Schiffe und Transportschiffe zu schützen, die die Region durchqueren.
Diese Aktion steht im Rahmen einer jüngsten Eskalation nach dem Bruch des am 17. Juni 2026 unterzeichneten Waffenstillstandsabkommens. Präsident Donald Trump setzte eine Seeblockade wieder in Kraft und beharrte auf einer festen Haltung, obwohl die Hoffnung auf diplomatische Bemühungen besteht. Mehrere Länder, angeführt von Katar, Pakistan und Oman, agieren als Vermittler, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen.
Berichten der iranischen Presse zufolge kam es zu Explosionen in der Nähe des Hafens von Bandar Abbas, auf der Insel Qeschm und in Buschehr. Als Reaktion darauf informierte die iranische Revolutionsgarde über Angriffe auf US-Militäreinrichtungen in Jordanien, Kuwait und Bahrain, obwohl die Verbündeten in der Region bemüht sind, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.
Der Kooperationsrat des Golfes (GCC), bestehend aus Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Oman, hat seine Besorgnis geäußert und dazu aufgerufen, ein Chaos im Nahen Osten zu vermeiden.
Auf wirtschaftlicher Ebene haben die Spannungen leichte Auswirkungen auf den Wert des Rohöls gezeigt, wobei der Brent-Preis um 2,5 % auf 85,37 USD stieg. Dennoch wird erwartet, dass sich die Stabilität allmählich erholt, nachdem die USA Kontrollmaßnahmen und Zölle von 20 % in der Straße wieder eingeführt haben.
Quelle: DW
Alfredo S. Quiroga