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Das Mysterium um die Boa Piti in Colegiales: Eine Marketingkampagne, die Buenos Aires in Panik versetzte

21/07/2026 03:14 - Actualidad

Der Beginn des Mysteriums auf den Straßen von Buenos Aires

Am Donnerstag, 16. Juli 2026 waren die Anwohner des Viertels Colegiales (einem ruhigen, residentialen Stadtteil in der Autonomen Stadt Buenos Aires) überrascht, als sie an Laternen und Fassaden in der Nähe der Kreuzung Céspedes und Zapiola Plakate sahen. Die Warnung bezog sich auf das Verschwinden von Piti, einer angeblichen Boa von über drei Metern Länge, die von einer Terrasse entkommen sein soll.

Laut dem Plakat war das Tier drei Jahre alt, nicht aggressiv, kastriert und – was für ein Reptil ziemlich ungewöhnlich ist – reagierte es auf seinen Namen. Die Warnung verbreitete sich rasend schnell über WhatsApp-Gruppen und soziale Medien und erreichte sogar die großen Nachrichtenmedien.

Die Panik ergreift die Straßen

Die Besorgnis ergriff die Nachbarschaft. Laut der Tageszeitung La Nación erzählte Marta Laborda, eine Anwohnerin der Gegend, von ihrer Angst um ihre Katzen. Andere Nachbarn änderten ihre Routen und gingen mit erhöhter Aufmerksamkeit durch Gärten und offene Garagen aus Angst, der Schlange zu begegnen.

Der Fall eskalierte so sehr, dass die Spezialstaatsanwaltschaft für Umwelt und Tierquälerei zusammen mit dem Bezirkskommissariat 13C und der Umweltkriminalitätsabteilung eine Untersuchung einleitete. Am Samstag, 19. Juli 2026 erstatteten zwischen 20 und 24 Uhr drei Anwohner formell Anzeige wegen des angeblich freilaufenden Tieres.

Das unerwartete Ende

Schließlich wurde am Montag, 20. Juli 2026 das Mysterium auf die unerwartetste Weise gelöst: Piti hat nie existiert. Alles war eine Werbekampagne, die von einem jungen Hundespaziergänger namens Lucas erdacht wurde, wie das Portal Chequeado bestätigte.

Die versteckte Strategie hinter dem Flugblatt der verlorenen Schlange bestand darin, seine Dienstleistungen zu bewerben. Die vollständige Nachricht lautete: „Traust du dich nicht raus, weil es heißt, eine Boa sei auf der loose? Keine Sorge, ich spaziere mit deinen Hündchen mit viel Liebe, Geduld und Verantwortung, während du ganz beruhigt zu Hause bleibst.“

Nachdem er von den Behörden kontaktiert wurde, gab Lucas zu, dass die Werbung „außer Kontrolle geraten“ sei, und wandte sich an die Nachbarn, um sie zu beruhigen. Derzeit prüft der für den Fall zuständige Staatsanwalt, welche strafrechtlichen Folgen dies haben könnte, da der Vorfall öffentliche Panik auslöste und staatliche Ressourcen mobilisierte.

Die Debatte über Wildtiere

Der Fall entfachte erneut die Diskussion über die Haltung von Wildtieren. In Argentinien verbietet das Nationale Gesetz Nr. 22.421 zur Erhaltung der Wildtiere (1981) den Fang, den Handel und die Haltung von Wildtieren, wie der Boa constrictor occidentalis (Lampalagua), einer geschützten einheimischen Art.

Die Bedeutung der Überprüfung

Dieses Ereignis erinnert daran, dass Viralität kein Beweis für Richtigkeit ist. Vor dem Teilen von Informationen ist es wichtig, innezuhalten, die Herkunft zu bedenken und verlässliche Quellen zu suchen, die diese bestätigen, um die Verbreitung von Fake News zu vermeiden.

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Alfredos Kolumne Alfredo S. Quiroga

Alfredo S. Quiroga