Heute, am 17. August 2026, jährt sich der Todestag von General José de San Martín zum 176. Mal. San Martín ist der 'Vater der Heimat' und der wichtigste Held der Unabhängigkeit Argentiniens, Chiles und Perus von Spanien. Sein Vermächtnis übersteigt die militärische Geschichte und hat eine unauslöschliche Spur im Sport und in der argentinischen Identität hinterlassen.
Das sportliche Erbe des Befreiers
Der Nachname San Martín ist tief mit dem argentinischen Fußball verbunden. Einer aktuellen Erhebung zufolge tragen mindestens 125 Sportvereine im Land seinen Namen, weit mehr als jeder andere Held, einschließlich Manuel Belgrano (dem Schöpfer der argentinischen Flagge).
Zu den herausragendsten Teams mit seinem Nachnamen gehören:
- San Martín de San Juan (gegründet 1907): Der älteste noch aktive Verein, bekannt als El Verdinegro, mit 28 lokalen Titeln.
- San Martín de Tucumán (1909): Bekannt für seinen historischen 6:1-Sieg über Boca Juniors im Jahr 1988 und die Meisterschaft der Republik 1944.
- San Martín de Mendoza (1927): Vertreter der Region Cuyo im Torneo Federal A (einer der unteren Ligen des argentinischen Fußballs).
- San Martín de Burzaco (1936): Mit Präsenz in den Aufstiegsligen des argentinischen Fußballs.
- Sportivo General San Martín de Formosa: Trägt den Namen des Helden im Nordosten Argentiniens (NEA).
Der erste Verein mit diesem Namen war der San Martín Athletic Club, der am 2. Juli 1899 in der gleichnamigen Stadt in der Provinz Buenos Aires gegründet wurde. Er hatte Eisenbahnursprünge und spielte zwischen 1906 und 1908 in der Primera División.
Das Rekordjahr für Vereinsgründungen war 1950, das zum 'Jahr des Befreiers General San Martín' erklärt wurde. In diesem einzigen Jahr wurden 14 Vereine in 9 verschiedenen Provinzen gegründet.
Die letzten Tage des Helden in Frankreich
San Martín wurde am 25. Februar 1778 in Yapeyú, in der Provinz Corrientes (Argentinien), geboren. Nach einer brillanten Militärkarriere in Spanien und Amerika verbrachte er seine letzten Jahre im europäischen Exil. In seinem Ruhestand in Boulogne-sur-Mer, Frankreich, litt er unter gesundheitlichen Problemen, Grauem Star und Magenschmerzen. Er verstarb am 17. August 1850 um 15 Uhr im Alter von 72 Jahren, 5 Monaten und 23 Tagen, begleitet von seiner Tochter Mercedes und seinem Schwiegersohn Mariano Balcarce.
Sein Körper wurde einbalsamiert und nach einer langen Reise am 28. Mai 1880 auf dem Dampfschiff Villarino nach Argentinien zurückgeführt. Heute ruht er in der Metropolitana-Kathedrale von Buenos Aires, bewacht von dem von ihm gegründeten Regiment der berittenen Grenadiere (Regimiento de Granaderos a Caballo).
Die anhaltende Bedeutung seiner Lehren
In Zeiten der Unsicherheit wird die Figur von San Martín wieder verstärkt herangezogen. Oberst (a.D.) Gabriel Camilli vom Institut ELEVAN erklärt, dass 'ein wahrer Anführer nicht fragt, wie viel Macht er behalten kann; er fragt, was das Gemeinwohl verlangt'. Sein Erbe aus Klarheit, Mut und Opferbereitschaft bleibt ein Leuchtfeuer für die heutige Führung.
Quellen zufolge wird der argentinische Präsident Javier Milei am Montag um 15 Uhr eine Gedenkfeier auf der Plaza San Martín im Stadtteil Retiro (Buenos Aires) anlässlich des 176. Jahrestages von San Mártins Eintritt in die Unsterblichkeit leiten.