Ein Zusammenstoß auf dem Ramal Campana der Mitre-Bahnlinie hat am Freitag, den 28. August 2026, für ein Verkehrschaos im Großraum Buenos Aires gesorgt. Gegen 17:06 Uhr – zur verkehrsreichsten Zeit des Tages – kollidierten zwei Züge auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Maschwitz und Escobar in Fahrtrichtung Buenos Aires. Der Vorfall wurde zuerst von dem Twitter-Nutzer Alejandro Ramos gemeldet, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Zug befand und die Behörden alarmierte.
Was genau ist passiert?
Ersten Berichten zufolge kollidierten zwei Züge frontal oder seitlich auf eingleisigem Abschnitt. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Fest steht: Die Strecke musste komplett gesperrt werden, der gesamte Bahnverkehr auf dem Ramal Campana wurde vorübergehend eingestellt. Mindestens 30 Minuten Verspätung mussten die Fahrgäste einplanen, viele saßen sogar über eine Stunde in den Zügen fest.
Warum ist der Ramal Campana so wichtig?
Der Ramal Campana ist eine der wichtigsten Pendlerstrecken im Norden von Buenos Aires. Er verbindet die Hauptstadt mit zahlreichen Vororten und Städten der Provinz Buenos Aires – darunter Victoria, San Fernando, Virreyes, San Isidro, Boulogne, Don Torcuato, El Talar, Garín, Maschwitz, Escobar, Matheu, Ingeniero Otamendi und schließlich Campana. In der Hauptverkehrszeit fahren die Züge normalerweise alle 15 Minuten – ein Ausfall trifft also schnell Tausende von Pendlern, die auf die Bahn angewiesen sind.
Die betroffenen Stationen im Überblick
- Maschwitz
- Escobar
- Matheu
- Ingeniero Otamendi
- Campana
Alternative Transportmöglichkeiten
Für den Weg in die Hauptstadt empfehlen sich Busse der Linien 60 und 203, die entlang des Korridors verkehren und ebenfalls in Buenos Aires ankommen.
Reaktionen und Ausblick
Die staatliche Eisenbahngesellschaft Trenes Argentinos hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Betroffene Fahrgäste berichteten jedoch, dass das Zugpersonal vor Ort angekündigt habe, den Betrieb schrittweise wieder aufzunehmen. Dennoch sei mit erheblichen Verspätungen bis in den späten Abend zu rechnen.
Dies ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art auf der Mitre-Linie. In den vergangenen Monaten häuften sich Störungen und kleinere Unfälle, was bei den Fahrgästen zunehmend für Unmut sorgt. Viele fordern bessere Wartung und strengere Sicherheitskontrollen. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf den Investitionsstau in der argentinischen Bahninfrastruktur.
„Wir steckten fast eine Stunde im Zug fest, ohne Informationen. Das ist inakzeptabel.“
Tipps für betroffene Reisende
- Vor Reiseantritt die offiziellen Social-Media-Kanäle von Trenes Argentinos (@TrenesArg) prüfen.
- Alternativ mit dem Bus fahren – Linien 60 und 203.
- Fahrgemeinschaften oder Taxis in Betracht ziehen, insbesondere für dringende Termine.
- Für aktuelle Updates die lokalen Nachrichten und die Website des Bahnbetreibers konsultieren.
Die Behörden haben die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. In den kommenden Stunden wird ein offizieller Bericht erwartet. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.
Quellen: Social-Media-Berichte von Fahrgästen, lokale Nachrichtenagenturen, Daten des Eisenbahnunternehmens.