Am Dienstag, dem 4. August 2026, blieb der offizielle Dollar in Argentinien bei 1.515 ARS (Verkauf), während der blaue Dollar um 10 ARS auf 1.545 ARS fiel. Die Börse verzeichnete Verluste, die Zentralbank bekräftigte ihre Wechselkurs-Obergrenze. Spannungen durch den Hafenstreik und eine neue IWF-Missionschefin prägen das Umfeld.

Devisenmarkt: So schloss der Dollar am Dienstag, 4. August 2026

Der Handelstag am 4. August 2026 zeigte ein gemischtes Bild bei den verschiedenen Dollar-Kursen in Argentinien. Während der offizielle Dollar stabil blieb, gab der parallele (blaue) Dollar leicht nach. Die Zentralbank (BCRA) griff weiterhin ein, um die Wechselkurs-Obergrenze zu halten.

Schlusskurse im Überblick

Dollar-Typ Kauf (ARS) Verkauf (ARS) Veränderung
Offiziell (Banco Nación) 1.465,00 1.515,00 Unverändert
Blau (Blue) 1.525,00 1.545,00 - 10 ARS
MEP (Börse) - 1.520,29 + 0,13 %
CCL (Contado con Liquidación) - 1.579,07 + 0,20 %
Kreditkarten-Dollar - 1.976,00 Unverändert
Großhandels-Dollar - 1.495,00 Stabil

Marktkontext und Maßnahmen der Zentralbank

Laut verschiedenen Finanzmedien bestätigte die BCRA eine Obergrenze von 1.500 ARS für den Großhandelsdollar und griff im Großhandels- und Terminmarkt ein, um den Wechselkursdruck zu bremsen, der Ende Juli aufkam. Das Länderrisiko (Riesgo País), gemessen von JP Morgan, fiel um einen Punkt auf 410 Basispunkte.

An der Börse fiel der S&P Merval-Index der Buenos Aires Stock Exchange um 2,7 % auf 3.187.488,59 Punkte, angeführt von Verlusten bei Transportadora de Gas del Sur (-4,8 %) und Edenor (-4,1 %). Die Ölpreise brachen ein: WTI fiel um 5,71 % auf 75,74 US-Dollar, Brent um 5,32 % auf 79,31 US-Dollar, begünstigt durch Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus.

IWF: Neue Missionschefin für Argentinien

Die nächste Überprüfung des IWF-Programms, voraussichtlich im September, könnte eine neue technische Leiterin bekommen. Laut informierten Kreisen würde die portugiesische Ökonomin Joyce Wong Bikas Joshi als Missionschefin für Argentinien ablösen, unter der Aufsicht von Luis Cubeddu, stellvertretender Direktor der Westlichen Hemisphären-Abteilung.

Hafenstreik: Auswirkungen auf den Außenhandel

Ein zusätzlicher Spannungsfaktor für die Wirtschaft war der überraschende Hafenstreik, ausgelöst durch den Widerstand gegen das Dekret 690/2026, das den Lotsendienst dereguliert. Laut Berichten der Agrarindustrie liegen mehr als 150 Schiffe fest, was den Handel mit Getreide und Treibstoffen beeinträchtigt, einschließlich der Produktion aus Vaca Muerta. Die Ölkonzerne prüfen Versorgungsrisiken, haben aber vorerst noch Lagerkapazitäten.

Quellen: LA NACION, Clarín, El Cronista und El Litoral.