Am 4. August 2026 erreichten die US-Börsen neue Höchststände, während argentinische Aktien eine technische Korrektur erlebten. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten und fallende Ölpreise sorgen für Optimismus an den globalen Märkten und eröffnen neue Chancen für Schwellenländeranleger.

Wall Street auf Rekordjagd – Argentinien atmet durch

Der 4. August 2026 brachte historische Nachrichten für die globalen Finanzmärkte. Während die New Yorker Börse neue Allzeithochs feierte, passten sich die argentinischen Anlagen an – begünstigt durch den erfreulichen Rückgang der Ölpreise.

Tageskennzahlen

Dow Jones: +1,7% (Rekord >54.000 Punkte)

S&P 500: +1,8%

Nasdaq: +2,6%

Brent (Öl): -5,2% (79,45 USD)

Technologie-Euphorie treibt die Welt an

Laut Berichten von Infobae und La Nación stiegen die US-Aktien am Dienstag auf Rekordniveau. Der Technologieindex Nasdaq legte um 2,6% zu, während der Dow Jones erstmals die Marke von 54.000 Punkten überschritt (+1,7%). Der S&P 500 stieg um 1,8%. Angeführt wurde diese Rally von Unternehmen wie Caterpillar (+5,6%) und Palantir, das nach einem außergewöhnlichen Quartal um 29,5% nach oben schoss.

Argentinien: Natürliche Konsolidierung im neuen Umfeld

Im Einklang mit dem fallenden Ölpreis kam es bei argentinischen Aktien zu einer erwarteten Gewinnmitnahme. Der S&P Merval an der Börse von Buenos Aires gab um 2,6% auf 3.188.970,55 Punkte nach. Energieunternehmen, die zuvor stark gestiegen waren, führten die Korrektur an: Transportadora de Gas del Sur (-3,4%) und Edenor (-3,7%) waren die größten Verlierer.

An der Wall Street notierten die argentinischen Hinterlegungsscheine (ADRs) überwiegend im Minus, angeführt von Banco Francés (-3,8%). Positive Ausnahmen waren Corporación América (+3,5%), Globant (+2,7%) und Tenaris (+1,4%) – ein Zeichen, dass internationale Anleger weiterhin den Wert dieser Unternehmen erkennen.

Risikoprämie und Anleihenmarkt

Der von JP Morgan berechnete Risikoindikator (Riesgo País) – ein Maß für die Kreditwürdigkeit Argentiniens – bewegte sich um die 420/421 Basispunkte, wie El Cronista und Ámbito berichten. Experten von iProfesional betonen, dass die fallenden Renditen der US-Staatsanleihen eine hervorragende Nachricht für Schwellenländeranleihen sind. Argentinien könnte auf 360–370 Basispunkte fallen, wenn es die Bedenken hinsichtlich der Fälligkeiten 2027 ausräumt und weiterhin Devisenreserven aufbaut.

Devisenmarkt im Fokus

Der offizielle Großhandelsdollar notierte bei 1.495,95 ARS und näherte sich damit seinem Jahreshöchststand, blieb aber 19% unter der Oberkante der Wechselkursbandbreite. Der Einzelhandelsdollar (Banco Nación) blieb stabil bei 1.515 ARS, während der Blue Dollar (inoffizieller Parallelmarkt) um 10 ARS auf 1.545 ARS fiel. Der Dollar MEP (Börsenhandel) lag bei 1.520,94 ARS und der CCL (Contado con Liquidación) bei 1.583,50 ARS.

Quellen: Ámbito, Infobae, iProfesional, El Cronista, La Nación.