Großhandelspreise in Argentinien: Anstieg von 0,8% im Juli – niedrigster Wert seit 2019
Das argentinische Wirtschaftsministerium hat am 18. August 2026 die neuesten Daten zum Großhandelspreisindex (IPIM) veröffentlicht. Demnach stiegen die Preise auf Großhandelsebene im Juli um 0,8% gegenüber dem Vormonat. Dies ist der niedrigste Anstieg für einen Juli seit 2019.
Die jährliche Teuerungsrate liegt bei 31,1% – immer noch hoch, aber deutlich rückläufig im Vergleich zu den Vorjahren.
Was ist der IPIM?
Der IPIM (Índice de Precios Internos al por Mayor) misst die Preisentwicklung auf Großhandelsebene, also die Preise, die Geschäfte und Unternehmen für Produkte zahlen, die sie später an Endverbraucher verkaufen. Er gilt als Frühindikator für die Verbraucherinflation, da Preiserhöhungen im Großhandel oft mit Verzögerung an die Verbraucher weitergegeben werden.
Der Juli ist historisch ein Monat mit saisonalen Preiserhöhungen. Dass die Rate nun so niedrig ausfällt, wird als Zeichen für eine erfolgreiche Inflationsbekämpfung gewertet.
Reaktion der Regierung
Das Wirtschaftsministerium feierte den Wert auf Twitter: Im Juli verzeichneten die Großhandelspreise eine Veränderung von 0,8% – der niedrigste Wert für einen Juli seit 2019. Die Regierung sieht darin einen Erfolg ihrer Wirtschaftspolitik, die auf Inflationskontrolle abzielt.
Private Analysten zeigen sich vorsichtig optimistisch. Sie weisen darauf hin, dass die Verbraucherinflation möglicherweise weiterhin höher ausfallen könnte, da saisonale Faktoren und regulierte Preise eine Rolle spielen.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website des Wirtschaftsministeriums.