Der US-amerikanische Ölmagnat Harold Hamm, Gründer von Continental Resources, hat den Kauf von 50 % an Phoenix Global Resources in Vaca Muerta bestätigt. Die Allianz mit der Mercuria Energy Group will einen Giganten schaffen, der in fünf Jahren mehr als 100.000 Barrel pro Tag fördern soll – mit Investitionen von über 4 Milliarden US-Dollar.

Continental Resources und Mercuria: Eine neue Ära in Vaca Muerta

Am 20. August 2026 hat Continental Resources, der größte private Öl- und Gasproduzent der Welt, eine Grundsatzvereinbarung (Term Sheet) zur Übernahme von 50 % an Phoenix Global Resources unterzeichnet. Phoenix ist eine Ölgesellschaft, die sich mehrheitlich im Besitz des Schweizer Energie- und Rohstoffriesen Mercuria Energy Group befindet, mit Beteiligung des argentinischen Unternehmers José Luis Manzano über seine Firma Integra Capital.

Mit dieser Transaktion werden Mercuria und Continental zu je 50 % Eigentümer einer gemeinsamen Plattform, die sich auf die Entwicklung und Expansion von Phoenix‘ Position in Vaca Muerta konzentriert – der bedeutendsten unkonventionellen Hydrokarbonformation Argentiniens.

Die Zahlen der Mega-Fusion

  • Aktuelle Produktion: 28.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (kboepd)
  • Ziel in 5 Jahren: Über 100.000 kboepd
  • Geplante Investitionen: Mehr als 4 Milliarden US-Dollar im selben Zeitraum
  • Gesamtfläche: 163.000 Netto-Acres in sechs Blöcken
  • Aktuelle Position: Sechstgrößter Rohölproduzent in Vaca Muerta

Welche Blöcke umfasst die Plattform?

Die neue Gesellschaft bündelt ein strategisches Portfolio von sechs Blöcken im Neuquén-Becken:

  • Die Anteile von Phoenix an Mata Mora Norte, Mata Mora Sur, Confluencia Norte und Confluencia Sur
  • Die operierten Anteile von Continental an Los Toldos II Oeste
  • Die zusätzlichen Anteile am Block Bajo del Toro Este, derzeit von Integra gehalten

Das kombinierte Portfolio strebt die Qualifikation unter dem Regime der Anreize für Großinvestitionen (RIGI) an, das entscheidende steuerliche und wechselkursbezogene Vorteile für die Entwicklung in großem Maßstab bietet.

Warum hat Continental Argentinien gewählt?

Doug Lawler, Präsident und CEO von Continental, erklärte die Entscheidung deutlich: „Die Reformen, die von Präsident (Javier) Milei und seiner Regierung vorangetrieben wurden, haben unser Interesse an Argentinien geweckt und unser Vertrauen in dessen Zukunft gestärkt“. Lawler bezeichnete Vaca Muerta als „eine Ressource von Weltklasse“ und betonte, dass die Kombination der Fähigkeiten „dazu beitragen kann, das Land als globalen Führer bei Öl und Erdgas zu etablieren“.

Brian Falik, Global Chief Investment Officer von Mercuria, sagte: „Unsere Allianz mit Continental wächst weiter, und diese Transaktion ist eine natürliche Erweiterung dieser Beziehung auf eine der wichtigsten Schieferformationen der Welt“. Pablo Bizzotto, CEO von Phoenix, begrüßte Continental als operativen Partner und hob hervor: „Diese Allianz wird es uns ermöglichen, die Entwicklung auszubauen und einen der führenden unabhängigen Betreiber im Becken aufzubauen“. Nicolás Mallo Huergo, CEO von Integra, sagte stolz: „Wir sind sehr stolz darauf, einen lang gehegten Traum verwirklicht zu haben: Neuquén in eine internationale Plattform zu verwandeln, die sich bis nach Río Negro erstreckt“.

Wichtige Eckdaten der Transaktion

KäuferContinental Resources (Harold Hamm)
VerkäuferMercuria Energy Group (Mehrheitsaktionär)
Beteiligung50 % an Phoenix Global Resources
PartnerMercuria (50 %) und Continental (50 %)
Geplante InvestitionenMehr als 4 Milliarden US-Dollar in 5 Jahren
ProduktionszielVon 28.000 auf über 100.000 kboepd
Blöcke6 (Mata Mora N/S, Confluencia N/S, Los Toldos II Oeste, Bajo del Toro Este)
Fläche163.000 Netto-Acres
StatusVorbehaltlich endgültiger Vereinbarungen und behördlicher Genehmigungen

Quellen: Offizielle Mitteilungen von Phoenix Global Resources, Mercuria Energy Group und Continental Resources; iProfesional; La Nación; EconoJournal; LM Neuquén.