Nur wenige Wochen vor der glamourösesten Hochzeit des Jahres in Argentinien sorgt ein angeblicher Familienkonflikt für Schlagzeilen: Sollte Tini Stoessel vor der Ehe mit Rodrigo De Paul einen Ehevertrag unterschreiben? Die Empfehlung ihres Vaters soll die Sängerin tief verärgert haben.

Tini Stoessel, eine der erfolgreichsten Popsängerinnen Argentiniens, und Rodrigo De Paul, Weltmeister-Fußballer und Star von Atlético Madrid, planen für den 19. Dezember 2026 eine Traumhochzeit im edlen DoK Haras in Exaltación de la Cruz, Provinz Buenos Aires. Doch statt Vorfreude dominieren nun Gerüchte über einen heftigen Familienstreit.

Der Auslöser: Der Ehevertrag

Wie mehrere argentinische Medien übereinstimmend berichten, soll Alejandro Stoessel, der Vater von Tini und seit Beginn ihrer Karriere auch ihr Manager, seiner Tochter geraten haben, vor der Ehe einen Ehevertrag (auf Spanisch „acuerdo prenupcial“) zu unterschreiben. Dieser Vertrag regelt die Vermögensverhältnisse im Falle einer Scheidung und ist in Argentinien bei Prominenten üblich, aber oft heikel.

Die Sängerin soll den Vorschlag jedoch sehr negativ aufgenommen haben. Die Journalistin Marcela Tauro erklärte in der Radiosendung No está todo dicho (La 100): „Sie hat es übel genommen, es hat ihr nicht gefallen, sie sagte Nein. Es gab eine Diskussion mit dem Vater, und von da an verlangte sie, einen Verwalter einzusetzen.“ Dieser Verwalter sei der Buchhalter von De Paul – für die Familie ein Affront.

Wer hat mehr Geld?

Die bekannte Journalistin Laura Ubfal brachte es in ihrer Kolumne bei Hora Pico (La Brújula 24) auf den Punkt: „Die Version hat mit dem Geld zu tun – wann ist das nicht so?“ Laut Ubfal habe die Familie Tini zur Gütertrennung geraten, „weil sie mehr Geld hat als De Paul“.

Diese Einschätzung teilt auch Nazarena Di Serio vom Fernsehsender eltrece. Die Frage, die sich viele stellen: „Hat Tini wirklich so viel mehr? Wer müsste von wem den Ehevertrag verlangen?“ Nach übereinstimmenden Medienberichten übersteigt das Vermögen der Sängerin das des Fußballers deutlich. De Paul hat zudem zwei Kinder aus seiner früheren Beziehung mit Camila Homs, was die finanzielle Situation zusätzlich komplex macht.

De Pauls stille Unterstützung

Während die Gerüchteküche brodelt, zeigt sich Rodrigo De Paul betont entspannt: Auf seinen Social-Media-Kanälen postete er kürzlich Fotos von den gemeinsamen Urlaubstagen in Europa mit Tini – ohne jeglichen Kommentar. Viele Fans werten dies als stille, aber deutliche Solidaritätsbekundung mit seiner zukünftigen Frau.

Laut dem Journalisten Pepe Ochoa soll De Paul sogar eine Schlüsselrolle in dem Konflikt spielen: „Rodrigo hat sie beraten und gesagt: ‚Werde dir bewusst, übernimm die Zügel deiner Karriere und deiner Entscheidungen.‘“

Der Bruch mit der Mutter

Der Konflikt betrifft offenbar nicht nur den Vater. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter Mariana Muzlera sei seit längerem zerrüttet, berichtet Ochoa. „Die Mutter wollte sich in das Geschäft einmischen, wissen, wie viel eingenommen wird, und über ihre Karriere mitentscheiden.“

Der endgültige Bruch soll erfolgt sein, als Tini eine Beziehung mit der puerto-ricanischen Künstlerin Young Miko führte. „In diesem Moment brachen sie den Kontakt ab, weil sie die Beziehung zu Miko unter keinen Umständen akzeptierte“, so Ochoa. Seitdem habe Tini „null Kontakt“ zu ihren Eltern – angeblich schon seit vor der Weltmeisterschaft 2026.

Die Hochzeit findet statt

Trotz aller Turbulenzen: Die Hochzeit ist weiterhin geplant. Die Location DoK Haras ist kein Zufall – dort heirateten 2024 auch Oriana Sabatini und Paulo Dybala, die als Gäste erwartet werden. Tini zeigte auf Instagram bereits die erste Anprobe ihres Brautkleides in Paris und betonte, dass die Zeremonie für sie „sehr viel bedeutet“.

Ob ihre Eltern an der Feier teilnehmen werden, ist unklar. Bislang haben weder Alejandro Stoessel noch Mariana Muzlera öffentlich Stellung genommen. Fest steht: Die argentinische Öffentlichkeit fiebert dem großen Tag entgegen – und hofft auf ein versöhnliches Ende der Familienkrise.