Ingrid Vadalá, die 47-jährige Tochter des dritten Ehemanns von Moria Casán, reicht eine Klage gegen Netflix und die Produktionsfirma ein. Sie wirft der Serie vor, ihren verstorbenen Vater als 'absurd und vulgär' darzustellen. Die Serie startete am 14. August und zeigt Vadalá in einem negativen Licht. Die Familie fordert Gerechtigkeit für einen Mann, der sich nicht mehr verteidigen kann.

Ein Skandal erschüttert die Unterhaltungswelt

Die biografische Serie über Moria Casán feierte am 14. August Premiere auf Netflix. Doch nur wenige Tage nach der Veröffentlichung gibt es bereits den ersten Rechtsstreit. Die Familie von Luis Vadalá, dem dritten Ehemann der argentinischen Diva, hat angekündigt, die Plattform und die Produktionsfirma zu verklagen. Grund ist die Darstellung des verstorbenen Geschäftsmanns in der Serie.

Es ist Ingrid Vadalá, die älteste Tochter von Luis, die beschlossen hat, den Fall vor Gericht zu bringen. Die 47-jährige Human Resources Managerin und Mutter von zwei Kindern hat sich entschieden, das Schweigen zu brechen. Sie sagt: 'Alles, was gezeigt wird, ist absurd und vulgär.' Diese Worte richtete sie an Ángel de Brito, den Moderator der TV-Show LAM (América TV).

Eine Darstellung, die Empörung auslöst

Die Szene, die das Fass zum Überlaufen brachte, zeigt Vadalá in einem Zustand übermäßigen Drogenkonsums. Seine Tochter sieht darin eine Verletzung der Privatsphäre eines Menschen, der sich nicht mehr wehren kann. Sie betont: 'Mein Vater war so nicht. Er war ein Gentleman, gebildet und respektvoll. Man hat versucht, ihn als grotesk, unhöflich und ohne Bildung darzustellen.'

Ingrid kritisiert auch die Verwendung seiner bescheidenen Herkunft: 'Er hat nie verheimlicht, ein Mann aus dem Viertel zu sein und in seiner Werkstatt zu arbeiten. Man hat das benutzt, um ihn herabzuwürdigen, was ich respektlos gegenüber jedem Arbeiter finde.' Und fügt hinzu: 'Mein Vater mochte tausend Fehler haben, aber er war ein Herr. Das sage ich, obwohl ich viele Differenzen mit ihm hatte.'

Ein Detail, das die Argumentation verkompliziert: Im Programm erinnerte Fefe Bongiorno daran, dass Vadalá selbst einmal erklärt hatte, Moria habe ihn in den Kokainkonsum eingeführt. De Brito ergänzte: 'Vadalá sagte etwas Schlimmeres: Er sagte, Moria habe ihn zur Kokaine gebracht.' Dieser Vorfall könnte in der rechtlichen Strategie der Produktion eine Rolle spielen.

Eine Geschichte aus nächster Nähe erlebt

Ingrid Vadalá betont, dass die Serie nicht der Wahrheit entspreche und dass sie die Ereignisse selbst miterlebt habe. Die Beziehung zwischen ihrem Vater und Moria Casán begann 1990 in Miami, dauerte zehn Jahre und endete in einem Medienskandal mit gegenseitigen Anschuldigungen. 'Ich habe diese Geschichte aus nächster Nähe miterlebt, von meinem 12. bis zu meinem 21. Lebensjahr. Niemand hat sie mir erzählt, ich habe sie persönlich erlebt', sagt sie.

Zum Vorwurf, ihr Vater habe sich an Morias Vermögen bereichert, sagt Ingrid: 'Wenn er wirklich etwas genommen hätte, hätte er nicht die finanziellen Schwierigkeiten gehabt, die er nach der Trennung durchlebte.' Nach der Trennung von Moria arbeitete Vadalá unter anderem in einer Bäckerei und einem Grillrestaurant im Viertel.

Der Präzedenzfall Monzón und die Debatte über Fiktion

Im Panel von LAM brachte Denise Dumas einen relevanten Präzedenzfall ins Spiel: die Serie über Carlos Monzón und den Prozess, den die Familie von Facha Martel führte, der in der Serie als Drogenlieferant des Boxers dargestellt wurde. 'Die Familie klagte und gewann deutlich', berichtete Dumas. Dieser Fall könnte der Klage der Vadalás zugutekommen.

Bongiorno verteidigte die Perspektive der Serie: 'Alles stammt aus Interviews, die sie gegeben hat. Es ist ihre Sicht auf die Beziehung. Es ist nicht die Serie über Vadalá.' Doch Dumas konterte: 'Wenn über deinen Vater gesprochen wird, willst du vielleicht einige Dinge nicht sehen.'

Die Klage und ihre Tragweite

Laut Ángel de Brito wird die Klage 'gegen die Produktion, gegen die Produktionsfirma und gegen die Plattform' gerichtet sein. Die Einreichung wird für Dienstag, den 18. August, erwartet. 'Das Gesetz gibt ihr recht. Moria hat das Recht, in ihrer Serie zu erzählen, was sie will, und muss die Konsequenzen tragen. Moria weiß das, Netflix zahlt', so der Moderator.

Abschließend sagt Ingrid Vadalá: 'Es ist sehr schmerzhaft und ungerecht, dass das Bild eines Menschen so verzerrt wird, den ich sehr gut kannte, der ganz anders war, als man heute zeigt, und der nicht mehr da ist, um sich zu verteidigen.'

Übersicht zum Konflikt

Klagende ParteiIngrid Vadalá, Tochter von Luis Vadalá (47 Jahre)
BeklagteNetflix, Produktionsfirma der Serie
Grund'Absurde und vulgäre' Darstellung von Luis Vadalá, gestorben 2023
BeziehungVadalá war der dritte Ehemann von Moria Casán (Heirat 1990, zehn Jahre Beziehung)
EinreichungDienstag, 18. August 2026
SchauspielerJoaquín Ferreira spielt Vadalá
PräzedenzfallProzess der Familie Facha Martel gegen die Monzón-Serie (gewonnen)

Quellen: El Día | Infobae | Exitoína | Clarín | La Nación