Eine Schauspielkarriere, die früh begann
Hayden Panettiere wurde am 21. August 1989 in Palisades, New York, geboren und stand bereits als Kind vor der Kamera. International bekannt wurde sie durch ihre Rolle als Claire Bennet in der Erfolgsserie Heroes (2006–2010) und als Juliette Barnes in der Country-Dramaserie Nashville (2012–2018). Für ihre Rolle in Nashville wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Golden Globe als beste Nebendarstellerin (2013). Auch im Kino war sie aktiv, etwa in Filmen wie Remember the Titans (2000) oder Racing Stripes (2005).
Der Todesfall: Was bisher bekannt ist
Am Sonntag, 16. August 2026, wurde die 36-Jährige leblos in ihrer Wohnung im Komplex Judson Mill Lofts in Greenville, South Carolina, aufgefunden. Ihr Bruder Zach Hickerson, der den Notruf wählte, entdeckte sie gegen 14:00 Uhr Ortszeit in einem Sessel im Wohnzimmer – sie reagierte nicht mehr. Rettungskräfte reanimierten sie mehr als 30 Minuten lang, konnten aber nur noch den Tod feststellen. Um 14:32 Uhr wurde sie für tot erklärt.
Im Apartment fanden die Ermittler eine Tüte mit neun verschiedenen Medikamenten sowie ein Gerät mit dem Wirkstoff Narcan (Naloxon), einem Mittel, das bei einer Opioid-Überdosis eingesetzt wird. Ein Mitschnitt des Notrufs, der von der Plattform Broadcastify veröffentlicht wurde, erwähnt eine mögliche Überdosis und Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Autopsie ergab nach ersten Angaben der Behörden keine Anzeichen für ein Trauma. Die endgültigen toxikologischen Ergebnisse werden in einigen Wochen erwartet.
Warum jetzt die DEA?
Die Drug Enforcement Administration (DEA), die US-Bundesbehörde zur Bekämpfung von Drogenkriminalität, hat sich auf Bitten der örtlichen Polizei an den Ermittlungen beteiligt. Wie der New York Times und ABC News übereinstimmend berichten, ist die Behörde vor allem wegen der sichergestellten Medikamente und des Naloxon-Präparats hinzugezogen worden. In den USA ist die DEA häufig an Fällen beteiligt, in denen ein Verdacht auf illegalen Drogenhandel oder eine Überdosis besteht. Ein ähnliches Vorgehen gab es etwa im Fall des Schauspielers Matthew Perry („Friends“), der im Oktober 2023 an den Folgen einer Ketamin-Überdosis starb.
Der lange Kampf gegen den Schmerz
Bereits in ihrer Autobiografie This Is Me: A Reckoning, die im Mai 2026 erschien, schrieb Panettiere offen über ihre jahrelangen gesundheitlichen Probleme. Den Anfang machte ein Unfall am Set des Familienfilms Racing Stripes (2005), als sie als Teenagerin von einem Zebra getreten wurde. „Ich habe meine Schmerzen jahrelang ignoriert und einfach weitergemacht“, schrieb sie. Die Folgen: chronische Schmerzen im Nacken und Rücken, die sie nach eigenen Angaben zu Schmerzmitteln greifen ließen. In einem Interview mit Women’s Health berichtete sie, dass sie im März 2026 zeitweise auf Krücken angewiesen war und sogar Gefühlsstörungen in den Beinen hatte. Ihr langjähriger Friseur und Freund Erick Orellana sagte gegenüber Medien, Panettiere habe Angst gehabt, eines Tages im Rollstuhl zu landen.
Ein rätselhafter Post von Ruby Rose
Nach dem Tod der Schauspielerin sorgte ihre Kollegin Ruby Rose für weitere Spekulationen. Auf Instagram schrieb sie: „Es gibt da draußen Dinge, die falsch und beängstigend sind. Vertraut niemandem, auch nicht ihrer Mutter, von der sie entfremdet war, und keinem ihrer Peiniger.“ Der Post wurde später gelöscht, aber von zahlreichen Fans und Medien aufgegriffen. Weder Rose noch das Umfeld von Panettiere haben die Andeutungen bisher konkretisiert.
Letzte Kampagne für den Tierschutz
Wenige Tage nach ihrem Tod veröffentlichte die Tierrechtsorganisation PETA eine Kampagne, die Panettiere nur zwei Wochen vor ihrem Tod aufgezeichnet hatte. In dem Video, das sie in einer Badewanne zeigt, spricht sie sich gegen die Haltung von Delfinen und Walen in Freizeitparks aus. PETA würdigte die Schauspielerin als langjährige Wegbegleiterin und betonte, wie sehr sie sich für den Schutz von Meerestieren eingesetzt habe. „Hayden hat ihre Stimme immer für die genutzt, die keine haben“, hieß es in einer Stellungnahme.
Ausblick: Die Trauerfeier und das Erbe
Panettiere hinterlässt ihre 11-jährige Tochter Kaya, die aus ihrer Beziehung mit dem ukrainischen Boxer Wladimir Klitschko stammt. Klitschko, so berichten übereinstimmend mehrere US-Medien, soll das Sorgerecht für das Mädchen übernehmen. Die Beerdigung soll im engsten Familienkreis stattfinden, ein genaues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen der Polizei von Greenville und der DEA laufen weiter – und die Öffentlichkeit wartet auf die Ergebnisse der Toxikologie, die Klarheit über die genaue Todesursache bringen sollen.