Der Keyboarder Jonathan Meléndez (38), seine schwangere Frau, seine dreijährige Tochter und eine Hausangestellte wurden am 1. September 2026 in Atizapán de Zaragoza tot aufgefunden. Die Polizei verhaftete zwei Verdächtige, darunter einen argentinischen Geschäftspartner. Die Band hat ihre 'Mapas'-Tour vorerst ausgesetzt.

Ein Schock für die mexikanische Rock-Szene

In der Nacht zum 1. September 2026 wurden in einem Apartment in Atizapán de Zaragoza, einer Wohngegend im Nordwesten von Mexiko-Stadt, die Leichen von Jonathan Meléndez 'Honas' (38), Keyboarder, Komponist und Produzent der Band Camilo Séptimo, seiner Ehefrau Ana Paula Barragán (35), die im vierten Monat schwanger war, seiner dreijährigen Tochter und einer 21-jährigen Hausangestellten gefunden. Auch der Familienhund wurde getötet. Der sechsjährige Sohn des Paares überlebte unverletzt.

Die Opfer waren mit Klebeband gefesselt und wiesen Schusswunden auf. Die Tochter wurde aus nächster Nähe in den Kopf geschossen, die Hausangestellte von hinten. Die Behörden gehen von einem Raubüberfall als Motiv aus, schließen aber andere Theorien nicht aus.

Festnahmen und Ermittlungen

Am 2. September nahm die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko Diego Sebastián Rosen Ferlini (51, Argentinier, Geschäftspartner von Meléndez) und Gerardo Cisneros Bejarano fest. Rosen Ferlini wurde in Ocoyoacac gefasst, Cisneros in Tecámac.

Ein Überwachungsvideo aus dem Aufzug, aufgenommen um 17:24 Uhr mit einer Dauer von 24 Sekunden, zeigt den Verdächtigen, wie er in die Wohnung fährt – ein entscheidendes Beweismittel für die Identifizierung.

Camilo Séptimo und die 'Mapas'-Tour

Camilo Séptimo, gegründet 2013, ist eine der beliebtesten Indie-Pop-Bands Mexikos, bekannt für Hits wie 'No te he podido olvidar' und 'Miénteme'. Die 'Mapas'-Tour sollte am 19. September in Ciudad Juárez starten und bis Dezember laufen – doch nach der Tragödie wurden alle Termine ausgesetzt.

Die Band hat noch kein offizielles Statement zur Zukunft der Tour abgegeben. Fans zeigen sich in sozialen Medien tief betroffen und hoffen auf eine baldige Stellungnahme.