Forderung nach einem DNU zur Ermöglichung staatsanwaltlichen Handelns

Verschiedenen Medienberichten zufolge hat der Generalstaatsanwalt der Nation, Eduardo Casal, den argentinischen Präsidenten Javier Milei formell um den Erlass eines Decreto de Necesidad y Urgencia (DNU) gebeten. Diese Aktion wurde am 14. Juli 2026 bekannt.

Das Ziel dieser Maßnahme wäre es, die Konsequenzen zu korrigieren, die durch das kürzliche Leinas-Urteil des Obersten Gerichtshofs der Nation (CSJN) entstanden sind. Dieses Urteil scheint die Fähigkeit der Staatsanwälte, vor dem höchsten Gericht zu intervenieren und zu ermitteln, eingeschränkt oder erschwert zu haben.

Kontext: Was ist ein DNU?

Ein DNU (Dekret der Notwendigkeit und Dringlichkeit) ist ein Instrument des argentinischen Präsidenten, ähnlich einer Notverordnung. Es ermöglicht der Exekutive, Gesetze ohne vorherige Zustimmung des Kongresses zu erlassen, wenn die Situation es erfordert. In diesem Fall würde es genutzt, um rechtliche Hürden schnell zu überwinden.

Das Leinas-Urteil und der Oberste Gerichtshof

Der Oberste Gerichtshof der Nation (CSJN) ist das höchste Gericht Argentiniens. Das Leinas-Urteil hätte demnach neue Grenzen für die Arbeit der Staatsanwaltschaft (Ministerio Público Fiscal) vor diesem Gericht gesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte vor dem Kongress Schwierigkeiten bei Ermittlungen unter diesem neuen rechtlichen Rahmen dargelegt, was Casal veranlasste, eine Lösung auf dem Weg der Exekutive zu suchen.