Regierungsumbau in Argentinien: Santilli setzt seinen Kurs fort

Am 28. Juli 2026 vollzog Kabinettschef Diego Santilli einen weiteren Schritt in seiner Neuorganisation der Exekutive: Darío Genua trat von seinem Posten als Leiter des Sekretariats für Innovation, Wissenschaft und Technologie zurück. Offiziellen Quellen zufolge waren unüberbrückbare Differenzen in der Arbeitsweise sowie eine vorherige Umstrukturierung, die ihm die Kontrolle über Schlüsselbereiche entzog, ausschlaggebend.

Hintergrund des Rücktritts

Genua galt als Vertrauter des Präsidentenberaters Santiago Caputo. Sein Abgang zeichnete sich bereits seit der Veröffentlichung des Dekrets 581/2026 ab, das die Zuständigkeiten neu ordnete und wichtige Kompetenzen an die von Santilli geführte Kabinettschef-Behörde übertrug. Santilli war nach dem Abgang von Manuel Adorni auf Betreiben von Generalsekretärin Karina Milei in dieses Amt berufen worden.

Was bleibt im Sekretariat für Innovation?

Trotz des Verlusts wichtiger Behörden behält das Sekretariat weiterhin die Kontrolle über zentrale Einrichtungen der argentinischen Wissenschaft und Technologie – ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft der Forschung im Land:

  • Nationaler Rat für wissenschaftliche und technische Forschung (Conicet).
  • Nationale Bank für genetische Daten.
  • Nationale Kommission für Weltraumaktivitäten (CONAE).
  • Raumfahrtunternehmen VENG (Vehículo Espacial Nueva Generación).

Die Suche nach einem Nachfolger

Aus Regierungskreisen verlautete, dass Santilli einen eigenen Kandidaten vorschlagen wird, der dann von Karina Milei, Santiago Caputo und Präsident Javier Milei bestätigt werden muss. Die Neubesetzung soll die Teamarbeit und Effizienz in der nationalen Verwaltung stärken. Bereits jetzt arbeitet im Sekretariat ein Verbündeter Santillis: der derzeitige Unterstaatssekretär für Wissenschaft und Technologie, José Luis Acevedo.

Quellen: Ámbito, La Política Online, La Nación.